Landesbank LBBW: Kein Ende der Euro-Niedrigzinsen in Sicht

Schlechte Nachrichten für Lebensversicherer: Zur Ankurbelung der Konjunktur wird die Europäische Zentralbank (EZB) nach Expertenmeinung auch in den kommenden Jahren auf Niedrigzinsen setzen.

Immerhin: Auf lange Sicht dürften auch hierzulande die Zinsen steigen, meint LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert.

Während die US-Notenbank den Leitzins binnen eines Jahres wohl um einen Prozentpunkt auf 1,25 Prozent anheben werde, dürfte er in der Eurozone bei 0,05 Prozent bleiben, sagte LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert am Montag in Stuttgart. Die USA seien nach Beginn der Finanzkrise 2008 schnell auf Nullzinsniveau gegangen, Europa sei erst drei bis vier Jahre später gefolgt. Daher gebe es noch Nachholbedarf.

„Auf lange Sicht dürften aber auch hierzulande die Zinsen steigen“

Auf lange Sicht dürften aber auch hierzulande die Zinsen steigen, sagte Burkert. Generell blickt der Analyst positiv auf 2016. Zur Rolle der Bundesrepublik in der Eurozone sagte er: „Deutschland zieht nach wie vor, die Steuereinnahmen sprudeln, die Beschäftigung läuft auf Hochtouren – eigentlich ein sehr positives Bild, wenn da nicht das Thema […] Investitionsschwäche belasten würde.“ Aus konjunktureller Sicht positiv bewertete Burkert den Zuzug der Flüchtlinge, denn Ausgaben in diesem Bereich seien gut für die Wirtschaft.

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Allzu rosarot ist die Brille des Kapitalmarktspezialisten aber nicht – 2016 werde ein „Jahr der Besonnenheit“, so Burkert. Als potenzielle Risiken wertet die LBBW globale Konfliktherde, den stotternden Konjunkturmotor in China und Kapitalflucht aus Schwellenländern.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

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