14. August 2018, 13:08
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Schulbringdienst: Helikoptereltern erhöhen Gefahr für alle

Morgens Viertel vor acht Uhr vor deutschen Grundschulen – Autos verstopfen die Zufahrtswege, parken in den Haltebuchten oder in der zweiten Reihe, wenden auf Radwegen: Immer mehr Eltern bringen ihre schulpflichtigen Kinder mit dem Kfz fast direkt bis zum Schuleingang. 

Schulbringdienst: Helikoptereltern erhöhen Gefahr für alle

Immer mehr Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Das hohe Verkehrsaufkommen gefährdet die Kinder. Wer sich vor der Schule verkehrswidrig verhält, risikiert ein Bußgeld und Punkte in Flensburg.

Während sich in den Siebzigerjahren noch mehr als 90 Prozent der Grundschüler allein und zu Fuß auf den Schulweg machten, hat sich das Verhältnis heute in das Gegenteil verkehrt. Folge der Fürsorge: Das Verkehrschaos vor der Grundschulen gefährdet Kinder und andere Verkehrsteilnehmer.

Fast zwei Drittel (64 Prozent) aller Mütter und Väter von Grundschülern haben es schon einmal erlebt, dass Zufahrts-, Geh- und Fahrradwege, Feuerwehrzufahrten oder Bushaltestellen von Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, blockiert wurden. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage von CosmosDirekt.

Gefahr auch für das eigene Kind

Der Taxidienst und das Gewusel vor den Toren der Schule hat Folgen, denn Elternfahrdienste gefährden nicht nur andere Kinder, sondern auch den eigenen Nachwuchs, warnt Frank Bärnhof, Versicherungsexperte von Cosmos Direkt. “Einerseits lernt das Kind auf dem Rücksitz nicht, worauf es im Straßenverkehr achten sollte“, so der Versicherungsexperte weiter, “andererseits stellt das erhöhte Verkehrsaufkommen vor dem Schultor eine Gefahr für alle ABC-Schützen dar, die zur Schule kommen.“

Verhalten sich die Helikoptereltern verkehrswidrig, kann es durchaus teuer werden, wie ein Blick in den Bußgeld-Katalog zeigt: Blockieren die Eltern-Taxis Feuerwehranfahrtszonen, wird eine Strafe von 35 Euro fällig. Werden Rettungsfahrzeuge durch das Falschparken behindert, kostet es 60 Euro Strafe sowie einen Punkt in Flensburg. (dr)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Einnahmen der Rentenversicherung trotz Corona gestiegen

Die Deutsche Rentenversicherung kommt nach eigenen Angaben finanziell bisher gut durch die Corona-Krise. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres seien die Beitragseinnahmen weiter leicht gestiegen, teilte ein Sprecher mit.

mehr ...

Immobilien

CDU-Generalsekretär dringt auf Verlängerung des Baukindergelds

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat sich für eine weitere Verlängerung des Baukindergeldes um neun Monate bis Ende 2021 ausgesprochen.

mehr ...

Investmentfonds

Kretschmann bezweifelt schnellen Siegeszug des E-Autos

Vielen geht die Wende hin zur Elektromobilität aus Klima-Gründen längst nicht schnell genug. Der Grünen-Politiker Kretschmann hat dagegen keine Eile. Ganz im Gegenteil

mehr ...

Berater

Adcada GmbH stellt Insolvenzantrag

Die Adcada GmbH aus Bentwisch (bei Rostock) hat Insolvenz angemeldet. Vorausgegangen waren unter anderem Auseinandersetzungen mit der Finanzaufsicht BaFin, die nun von Adcada für die Insolvenz mitverantwortlich gemacht wird. Das Unternehmen war auch in die Schlagzeilen geraten, weil es Anlegergeld zur Produktion von Corona-Schutzmasken einsammeln wollte.

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...