24. September 2019, 09:23
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Zwei von drei Deutschen kennen den Neuwert ihres Hausrats nicht

70 Prozent der Bundesbürger können nach eigener Aussage den Neuwert ihres Hausrats nicht exakt beziffern. Zudem glauben nur 56 Prozent der Deutschen, gegen Schäden am Haus- oder Wohnungsinventar gut versichert zu sein. Das zeigt eine aktuelle bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Hamburger InsurTech helden.de unter mehr als 1.000 Bundesbürgern.

Hausratversicherungen-Schutz in Zwei von drei Deutschen kennen den Neuwert ihres Hausrats nicht

Damit sind beispielsweise viele Deutsche im Falle eines Einbruchs nicht ausreichend abgesichert. 44 Prozent der Befragten sind entweder überhaupt nicht versichert, gefühlt unterversichert oder haben starke Zweifel, ob die Leistungen ihrer Hausratversicherung ausreichend Schutz bieten.

Nur jeder Dritte lässt seine Verträge jährlich prüfen

Schlimmstenfalls öffnet sich hier eine gefährliche Finanzierungslücke, weil beim Haus- und Wohnungsinventar schnell hohe Summen zusammenkommen: z. B. der neue Smart-TV, teurer Schmuck, der Inhalt des Kleiderschranks und natürlich auch die Fahrräder oder Gerätschaften im Gartenschuppen. Wer im Ernstfall alles neu kauft, muss tief in die Tasche greifen.

Dass Versicherungssumme und tatsächlicher Wert des Hausrats häufig weit auseinanderliegen, liegt auch an der seltenen Überprüfung der Verträge durch die Versicherungsnehmer. So prüft laut der aktuellen Studie von helden.de nur gut jeder dritte Bundesbürger seine Verträge mindestens einmal jährlich auf einen möglichen Aktualisierungsbedarf. Viele notwendige Anpassungen der laufenden Verträge nach oben bleiben somit regelmäßig aus.

Jeder Fünfte war Opfer eines Einbruchsversuchs

Und die Gefahr, beispielsweise Opfer eines Diebstahls zu werden, ist groß: Bei 15 Prozent der Befragten wurde bereits mindestens einmal eingebrochen, 17 Prozent verzeichneten einen oder mehrere Einbruchsversuche. Sehr häufig werden Fahrradfahrer von Dieben ins Visier genommen: Jedem dritten Bundesbürger wurde schon mindestens einmal das Fahrrad gestohlen. Besonders ärgerlich ist dies im Fall der neuen E-Bikes oder Pedelecs, die meist teurer sind als herkömmliche Fahrräder.

Dabei leistet eine gute Hausratversicherung nicht nur bei Einbruchdiebstahl, sondern auch bei Schäden durch Naturgefahren einschließlich Starkregen oder Überschwemmungen. Auch bei grob fahrlässig verursachten Schäden leisten sehr gute Tarife ohne Abstriche – denn wer möchte mit einem Versicherungsunternehmen um die Entschädigung feilschen, wenn etwa eine nicht beaufsichtigte Kerze einen Brandschaden verursacht hat.

Durch die Hausratversicherung wird der Verlust des eigenen Sachvermögens abgesichert und somit ein finanziell existenzielles Risiko ausgeschaltet – sie gehört damit für Haus- und Wohnungseigentümer sowie für Mieter zu den wichtigsten Policen.

Bundesbürger wollen eine faire Versicherung mit leistungsstarken Produkten

Aber wie sieht die optimale Hausratversicherung aus? Die meisten Bundesbürger wünschen sich vor allem eine reibungslose Abwicklung, wenn Leistungen in Anspruch genommen werden müssen. Dabei ist es zwei von drei Versicherten wichtiger, dass große, existenzielle Schäden zügig und ohne lange Diskussionen bezahlt werden, als dass kleinere Schäden ohne Selbstbeteiligung reguliert werden. Die Bundesbürger wissen also offenbar sehr genau, wofür eine Versicherung wirklich wichtig ist und wofür eben eigentlich nicht.

Verlässlichkeit steht bei den Deutschen hoch im Kurs. Auf die Frage, was ihnen bei einem Versicherungsunternehmen am wichtigsten sei, rangieren die Einhaltung von Versprechen und die faire Abwicklung im Schadenfall auf Platz 1 der meisten Befragten (61 Prozent). Gleich dahinter landet mit 58 Prozent der Punkt verständliche und leistungsstarke Produkte, gefolgt von einem vorbildlichen Kundenservice mit konkreten Ansprechpartnern (51 Prozent).

Die Studie “Versicherungsschutz im Alltag” beruht auf einer im August 2019 durchgeführten Befragung des Hamburger InsurTech helden.de. Insgesamt nahmen 1.034 Bundesbürger ab 18 Jahren (bevölkerungsrepräsentativ) an der Online-Befragung teil.

 

Foto: Shutterstock

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