DFV Deutsche Familienversicherug auf dem Weg in die Gewinnzone

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Dr. Stefan Knoll, Vorstandsvorsitzender der DFV Deutsche Familienversicherung

Ein Plus von 29 Prozent im Neugeschäftsvolumen und ein Zuwachs von 35 Prozent bei den gebuchten Bruttobeiträgen: Die DFV Deutsche Familienversicherung hat trotz der Corona-Pandemie in 2021 das Ergebnis verbessert. Die Verluste konnte der Digitalversicherer deutlich reduzieren.

Die DFV Deutsche Familienversicherung hat trotz der Corona-Pandemie in 2021 deutlich zulegen können und das Ergebnis verbessert. Das Unternehmen konnte im Geschäftsjahr 2021 die Beitragseinnahmen um mehr als ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr steigern. Das Konzernergebnis vor Steuern entwickelte sich besser als erwartet und erreichte ein Minus von nur noch 800.00 Euro.

Geschäftsvolumen wächst um knapp 30 Prozent

Mit einem Neugeschäftsvolumen von insgesamt 40 Millionen Euro stieg das Beitragsvolumen insgesamt zum Ende des Geschäftsjahres 2021 auf 161 Millionen Euro. Dies entspricht einer Erhöhung um 29 Prozent gegenüber dem Bestandsvolumen von 125 Milllionen Euro zum Ende des Jahres 2020. Anteilig entfielen beim Neugeschäftsvolumen 23 Millionen Euro auf die Erstversicherung. Im neu aufgenommenen aktiven Rückversicherungsgeschäft beliefen sich die neuen Beiträge auf 18 Millionen Euro.

Die gebuchten Bruttobeiträge wuchsen 2021 insgesamt um 35 Prozent auf 155 Millionen Euro, wobei sie sich in der Sachversicherung überproportional um 43 Prozent erhöhten. Der Anteil der Sachsparten am gesamten Erstversicherungsgeschäft konnte dadurch im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf neun Prozent gesteigert werden. Dies ist das Ergebnis einer Weiterentwicklung der Versicherungsprodukte wie auch gezielter Vertriebsinitiativen. Mit dem innovativen Produkt DFV-TierkrankenSchutz gelang der DFV insbesondere in der Tierkrankenversicherung ein großer Markterfolg. So haben sich die Beitragseinnahmen in der Tierkrankenversicherung im Geschäftsjahr 2021 mit einer Höhe von sieben Millionen Euro nahezu verdoppelt.

Deutliche Ergebnissteigerung und Verbesserung der Combined Ratio

Das Konzernergebnis vor Steuern verbesserte sich 2021 deutlich von minus 10,6 Millionen Euro auf minus 800.000. Wesentliche Treiber für diese Entwicklung waren das signifikant höhere Kapitalanlageergebnis, das deutlich besser ausfiel, als erwaretet, die weiterhin erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen zur Reduzierung der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (OPEX) sowie geringere Vertriebsausgaben. Während die Schadenquote mit 63 Prozent stabil blieb, verbesserte sich die Combined Ratio um fünf Prozentpunkte auf 104,6 Prozent

„2021 war ein erfolgreiches Jahr für die DFV. Wir haben erneut bewiesen, dass unser digitales Geschäftsmodell auf nachhaltiges Wachstum ausgelegt ist“, kommentiert Dr. Stefan Knoll, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Deutschen Familienversicherung das Ergebnis. Knoll zeigt sich sehr zuversichtlich für 2022. „Wir wollen weiter dynamisch wachsen und den Break-Even für das Gesamtjahr erreichen“, sagt der Vorstandsvorsitzende.

Positiver Ausblick für 2022 und Erreichen der Gewinnzone

Man habe die DFV im vergangenen Jahr durch die stark wachsende Sachversicherung und die aktive Rückversicherung breiter aufgestellt, so Knoll. „Das Jahr 2022 steht erneut im Zeichen hohen Wachstums bei gleichzeitig bestem Kundenservice der Branche, der höchsten Automatisierungsrate sowie der besten Online-Kommunikation in der deutschen Assekuranz. An dem Erreichen dieser Ziele werden wir uns messen lassen und die erheblichen Wachstumspotenziale im Markt für digitale Versicherungen nutzen,“ sagt Knoll.

Für das Jahr 2022 erwartet die Deutsche Familienversicherung ein kräftige Wachstums. Anvisiert in ein Geschäftsvolumen von rund 35 Millionen Euro, einschließlich des aktiven Rückversicherungsgeschäfts. Damit würde die DFV die Gewinnzone erreichen. Allerdings stehen die Planungen unter Vorbehalt. Denn die Folgen des Ukraine-Krieges und seine Auswirkungen auf die finanziellen und konjunkturellen Rahmenbedingungen lassen sich derzeit nicht abschätzen.

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