Studenten haben Bildungslücken in Sachen Versicherungen

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Lediglich jeder zehnte 18- bis 24-Jährige ist sich darüber im Klaren, welche Versicherungen Studierende oder Auszubildende benötigen.

Fast ein Drittel der Menschen in Deutschland wussten zum Zeitpunkt ihres Studiums oder ihrer Ausbildung nicht, welche Versicherungen wichtig für sie wären - und haben sich erst nach ihrem Abschluss damit auseinandergesetzt. Das zeigt eine bevölkerungsrepräsentative Studie des digitalen Versicherungsmanagers Clark in Zusammenarbeit mit dem Befragungsinstitut Yougov.

Nur jeder zehnte 18- bis 24-Jährige ist sich darüber im Klaren, welche Versicherungen Studierende oder Auszubildende benötigen. Laut Studie achteten nur 13 Prozent der Befragten bei der Höhe der Miet- und Nebenkosten darauf, ob sie sich zusätzlich eine Hausratversicherung leisten können. Vor allem beim Einzug in eine WG scheinen die wenigsten an eine solche Police zu denken: Nur zwei Prozent der Clark-Studienteilnehmerinnen und – teilnehmer haben geprüft, ob eine Hausratversicherung im Mietvertrag ihrer WG inkludiert war.

Versicherungslücken durch Unwissenheit

Beinahe jedee dritte 18- bis 24-Jährige (29 Prozent) war während des Studiums oder der Ausbildung lediglich über die eigene Krankenversicherung, jedoch nicht über andere Versicherungen informiert. Der Grund für den lückenhaften Versicherungsschutz scheint nicht zwangsläufig das Desinteresse für solche Absicherungen zu sein, sondern vielmehr die mangelnde Aufklärung über die notwendigen Policen. Nur 16 Prozent der Befragten wurden von einer Vertrauensperson, wie Eltern oder Lehrern aufgeklärt – und nur zehn Prozent ließen sich während der Studien-/Ausbildungszeit von einem Versicherungsmakler beraten.

Um schon früher einen Überblick über Versicherungen zu bekommen, würden es 40 Prozent der Befragten für sinnvoll halten, wenn Heranwachsende bereits in der Schule über solche Themen aufgeklärt werden würden. Auch die Berufsschule finden 34 Prozent der Clark-Studienteilnehmer dafür geeignet. 20 Prozent könnten sich vorstellen, dass eine Einführung in die Thematik zu Beginn des Studiums hilfreich wäre. Mehr als jeder dritte 18- bis 24-Jährige (37 Prozent) befürwortet die Idee, dass beispielsweise die Agentur für Arbeit Aufklärungsseminare an Schulen und/oder Universitäten anbietet.

Diese vier Versicherungen sind zu empfehlen

Clark hat die vier wichtigsten Versicherungen zusammengetragen, die schon als junger Erwachsener sinnvoll sein können:

  1. Die Berufsunfähigkeitsversicherung: Für viele junge Menschen lohnt sich diese Police bereits während der Ausbildung oder dem Studium. Denn aufgrund ihres jungen Alters und ihres guten Gesundheitszustands können sie oft sehr günstige Tarife abschließen. Zudem gibt es für Studierende und Azubis eine Sonderregel: Während man normalerweise nur 80 Prozent des Nettoeinkommen versichern darf, können sie sogar ohne ein hohes Einkommen mit bis zu 1500 Euro im Schadensfall rechnen.
  2. Die private Rentenversicherung: Da das Rentenniveau in der Zukunft immer unsicherer wird, empfiehlt es sich, privat vorzusorgen. Vor allem junge Menschen können sich schon mit einem kleinen Beitrag gut absichern.
  3. Die Haftpflichtversicherung: Auch diese Police sollte eine hohe Priorität haben, denn Personenschäden oder Sachschäden passieren schnell – und haben oftmals sehr hohe finanzielle Folgen.
  4. Die Hausratversicherung: Auch zum Abschluss einer Hausratversicherung lässt sich raten. Denn wer nun das erste Mal alleine wohnt, sollte den eigenen Besitz beispielsweise vor Leitungswasserschäden oder Einbruchdiebstählen schützen.

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