Anzeige
26. Januar 2013, 09:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Fast ein Drittel der Deutschen hat nichts auf der hohen Kante

30 Prozent der Europäer haben aktuell keinerlei Ersparnisse, so eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens TNS im Auftrag der Direktbank ING-Diba. Der Anteil der Bundesbürger ohne Ersparnisse entspricht demnach genau dem europäischen Schnitt.

Sparstudie 2013Für die repräsentative Studie wurden mehr als 14.000 Erwachsene in 14 europäischen Ländern zu ihrem Sparverhalten befragt. Nur knapp die Hälfte der Europäer (49 Prozent) gab demnach an, über eine finanzielle Durststrecke von drei Monaten ihren gegenwärtigen Lebensstandard aus eigenen Ersparnissen halten zu können.

Ähnliche Angaben machten auch die befragten Deutschen, von denen nur 48 Prozent angaben dies schaffen zu können. Zudem verfügen der Studie zufolge 30 Prozent der Bundesbürger über keinerlei Ersparnisse. “Auch in Deutschland sehen wir beim Sparen eine Zwei-Drittel-Gesellschaft”, sagt Carsten Brzeski, Senior Economist der ING-Diba.

Deutsche Sparer trotzen der Euro-Krise, Spanier und Italiener zehren vom Ersparten

Dennoch konnte derjenige, der in Deutschland über Ersparnisse verfügt, demnach seine Gelder auf Konten, Depots und unterm Kopfkissen trotz der Euro-Krise 2012 überwiegend stabil halten oder sogar ausbauen. Bei 40 Prozent sei der Betrag gestiegen und 37 Prozent konnten ihn zumindest halten.

In Spanien und Italien waren hingegen 47 beziehungsweise 52 Prozent der Sparer von sinkenden Ersparnissen betroffen, so die Studienergebnisse. “Viele Menschen in Südeuropa zehren ganz offensichtlich von ihren Ersparnissen”, analysiert Brzeski. “Fragt sich, wie lange das noch gut geht.”

Europäer schränken sich bei Freizeitausgaben, Kleidung und Körperpflege ein

Bei den Angaben zum Ausgabeverhalten zeigen sich  der Studie zufolge große Unterschiede innerhalb Europas. Fast die Hälfte der Deutschen (49 Prozent) haben demnach im vergangenen Jahr ihre Ausgaben auf Grund der Wirtschaftslage gekürzt. Das ist europaweit der niedrigste Wert.

So reduzierten in Spanien und Italien 83 Prozent der Befragten ihre Ausgaben. Ganz oben auf der Streichliste standen bei den Europäern Ausgaben für Freizeit und Unterhaltung sowie Kleidung und Körperpflege (Mehrfachnennungen waren möglich).

Für die Online-Untersuchung befragte TNS im November 2013 14.013 finanzielle Entscheider ab 18 Jahren in 14 europäischen Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Slowakei, Spanien, Tschechien und Türkei). (jb)

 

Foto: Shutterstock

Anzeige

1 Kommentar

  1. Naja, mit 18 Jahren ist es aus eigener Kraft schwierig 3 Nettomonatseinkommen auf der hohen Kante zu haben. Ab mitte 20 bis 30 geht das schon eher. Bedenkt man auch, das viele bis fast 30 (mehr oder weniger sinnvolle Fächer) studieren wird es plausibel, dass es schwierig ist das bis dahin zu erreichen. Das viele leider den Umgang mit Geld nicht gelernt haben kommt noch erschwerend hinzu. Auch hat man in jungen Jahren oft einen höhernen Geldbedarf (Hochtzeit, Kinder, Wohnungeinrichten, etc.) Wer da nicht aufpasst kann schnell in die Schuldenfalle geraten. Ich selbst führe deswegen Haushaltsbuch um meine Einnahmen und Ausgaben im Blick zu haben. Wie viele wissen denn, wie viel sie z.B. für Lebensmittel oder Zigaretten im Monat ausgeben? Da wissen nach meiner Erfahrung schon viele Leute aller Altersgruppen nicht bescheid.

    Kommentar von LEONIDAS — 28. Januar 2013 @ 14:30

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...