Anzeige
Anzeige
27. April 2015, 14:05
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Anbieter müssen sich breiter aufstellen

Die geschlossenen Fonds haben zu lange am KG-Modell festgehalten und stecken bis heute in ihrer Nische fest. Künftig sollten die Anbieter ernsthaft darüber nachdenken, geschlossene AIFs mit Kündigungsrechten anzubieten. Gastbeitrag von Aykut Bußian, TPW.

Bussian Hochformat in Anbieter müssen sich breiter aufstellen

Aykut Bußian: “Meiner Meinung nach ist es kaum zu umgehen, den Anlegern Kündigungsrechte einzuräumen.”

Totgesagte leben länger: Die Branche der geschlossenen AIFs hat große Pläne für die Quartale zwei bis vier 2015. Publikumsfonds mit einem Eigenkapital von 1,9 Milliarden Euro befinden sich der Rating-Agentur Dextro zufolge in Planung. Das Investitionsvolumen soll sogar bei 3,4 Milliarden Euro liegen. Die Zukunftsaussichten scheinen also rosig. Doch noch hat die Branche die Trendwende nicht geschafft. Das Jahr 2014 mit seinen 81 Millionen Euro platziertem Eigenkapital ist noch präsent und wirkt nach.

Die große Frage lautet jetzt: Kann die Branche einen Turnaround schaffen und sich als vollwertige und gleichwertige Sachwert-Investmentbranche etablieren, die eine wirkliche Alternative zu Wertpapierfonds darstellt? Oder ist sie verdammt zu einem Nischendasein in der “Geschlossenen-Fonds-Ecke”? Perspektivisch wäre die Branche dann nur noch ein “Anhängsel” der offenen Fonds.

Konkurrenz von verschiedenen Seiten

Der geschrumpften Branche könnte künftig Konkurrenz von verschiedenen Seiten drohen. Dazu zählen zum einen Strukturen, die nicht unter das KAGB fallen, sondern nur unter das Vermögensanlagengesetz. Beispiele dafür sind Genussrechte, Nachrangdarlehen oder stille Beteiligungen.

Zum anderen gibt es bestimmte Akteure, die davon profitieren, dass sie Ausnahmeregelungen im KAGB nutzen können. Dazu zählen vor allem die im Gesetz genannten operativ tätigen Unternehmen, die nicht der Zulassungspflicht durch die Bafin unterliegen. Sie müssen nicht die mit relativ hohem Aufwand verbundenen Anforderungen des KAGB erfüllen und können deshalb mit deutlich günstigeren Kostenstrukturen arbeiten.

Keine Zulassung für offene Produkte

Weitere und vielleicht auch schlagkräftigere Konkurrenz droht von den offenen Fonds. Deren Anbieter haben in der Regel die Lizenz für geschlossene Produkte gleich mitbeantragt. Diese Akteure waren in der Vergangenheit bereits deutlich stärker reguliert als die geschlossenen Fonds, daher war es für sie nur mit relativ wenig Mehraufwand verbunden.

Demgegenüber haben die KVGen, die jetzt eine Lizenz für geschlossene Produkte erhalten haben, in den meisten Fällen keine Zulassung für offene Produkte. Insofern könnten Anbieter offener Fonds den Emittenten geschlossener AIFs künftig mit geringeren Kosten und großer Vertriebskraft die potenziellen Anleger abwerben.

Seite zwei: Anlegern Kündigungsrechte einräumen

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset-Fonds - Digitalisierung - Kfz-Policen - Spezialitätenfonds - Robo Advice - Wohnimmobilien

Ab dem 15. September im Handel

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Versicherungen

Auch Rat der EU fordert PRIIPs-Verschiebung

Nach dem EU-Parlament spricht sich auch der Rat der EU, also die Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten, für eine Verschiebung der EU-Verordnung über Basisinformationsblätter aus.

mehr ...

Immobilien

Smart Home wird beliebter

Das Leben im “Smart Home” wird zunehmend beliebt, fast zwei Drittel der Deutschen wünschen sich das intelligent gesteuerte Eigenheim.  Das ist ein Ergebnis der Studie “Wohneigentum und Baufinanzierung” des Instituts für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF) im Auftrag der PSD Bank Nord.

mehr ...

Investmentfonds

Sentix Asset Management und Universal Investment legen neuen Fonds auf

Mit der neuen Strategie “Sentix Total Return” offensiv erweitern Sentix Asset Management und Universal Investment ihre Produktpalette.

mehr ...

Berater

Verkaufen im Grenzbereich

Wenn Sie mit Ihrer klassischen Nutzenargumentation nicht weiterkommen, dann wechseln Sie auf die Schmerz-Seite und sichern so Ihren Umsatz zum Wohle Ihrer Kunden. Denn Schmerz-Vermeidung ist das stärkste Kaufmotiv. Gastbeitrag von Dirk Kreuter, Vertriebsexperte

mehr ...

Sachwertanlagen

MPC platziert auch restliche Kapitalerhöhung

Der Asset Manager MPC Münchmeyer Petersen Capital AG wird heute seine am 12. September 2016 beschlossene Kapitalerhöhung erfolgreich abschließen, teilte das Unternehmen mit.

mehr ...

Recht

Massenkündigungen von Bausparverträgen: Nicht nur juristisches Problem

Die niedrigen Zinsen veranlassen viele Bausparkassen zur Kündigung von Bausparverträgen. Die Kündigungswelle wirft nicht nur juristische Fragen auf, sondern hat auch wirtschaftliche Konsequenzen.

mehr ...