Anzeige
23. September 2014, 12:11
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Versicherungsschutz in Deutschland: Hausrat wichtiger als Beruf

Viele Deutsche haben die eigenen vier Wände besser versichert als die eigene Arbeitskraft: Drei Viertel der Haushalte in Deutschland verfügen über eine Hausratversicherung, doch nur jeder vierte Bundesbürger ist gegen den Eintritt einer Berufsunfähigkeit abgesichert, ergab eine aktuelle Umfrage.

Hausrat

Die größte Versicherungslücke tut sich nach Meinung der Berater an einer anderen Stelle auf: So ist nur jeder Vierte gegen Berufsunfähigkeit finanziell abgesichert.

Wie die repräsentative Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) zeigt, sind Haftpflicht- und Hausratversicherungen in Deutschland weit verbreitet. Rund 88 Prozent der Deutschen haben eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, in 75 Prozent der Haushalten findet sich eine Hausratpolice.

Bei der DVAG wird der hohe Verbreitungsgrad dieser Policen grundsätzlich begrüßt: “Zur Basisversicherung für jeden gehört eine Haftpflichtversicherung, um finanzielle Folgen fahrlässig verursachter Schäden abzusichern. Ebenso sollte jeder Haushalt über eine Hausratversicherung verfügen, diese schützt vor den Kosten von beispielsweise Feuer- oder Einbruchsschäden”, teilt die DVAG mit.

Lücken beim BU-Schutz

Die größte Versicherungslücke tut sich nach Meinung der Berater an einer anderen Stelle auf: So ist nur jeder Vierte gegen Berufsunfähigkeit finanziell abgesichert. “Diese Versicherung sollte im Grunde jeder haben, der berufstätig ist”, sagen die DVAG-Experten. Denn wer unerwartet und für längere Zeit krankheitsbedingt erwerbsunfähig werde, könne ohne diese Police schnell in essenzielle Geldnöte kommen.

Hausrat

Hausratpolicen sind wichtiger als die Absicherung der Arbeitskraft.

Ebenso gaben 40 Prozent der Befragten an, keine private Unfallversicherung zu haben. Oft wüssten Versicherte nicht, erklären die Berater, dass Freizeit-Unfälle von der gesetzlichen Unfallversicherung nicht abgedeckt würden. “Kommt es jedoch zu einem Unfall mit lang anhaltenden Folgen und Behandlungskosten, hilft eine Unfallversicherung, die finanzielle Belastung abzufedern.” (lk)

Foto: Shutterstock

Anzeige

3 Kommentare

  1. Bei all den wichtigen Standard-Versicherungen ist aber auch über die Vorsorge im Alter – und auch darüber hinaus – nachzudenken. Die wenigstens machen sich darüber Gedanken, dabei kann eine Bestattungsvorsorge viel Kummer und finanzielle Sorgen ersparen.

    Kommentar von Nadine — 24. Oktober 2014 @ 10:24

  2. Neben dem Preis ist die Berufsunfähigkeitsversicherung auch viel ungreifbarer als eine Hausratversicherung? Der Mensch sieht welche “wertvollen” Gegenstände er hat und möchte diese versichert wissen. Bei eine BU ist das viel zu weit weg, als das es eine Wichtigkeit hätte, leider…

    Kommentar von Herbert Meinzer — 25. September 2014 @ 00:18

  3. Die BU ist ja auch sehr viel teurer als die HR und nicht jeder wird versichert er BU. Also ist die Aussage ja nicht ganz zutreffend das die HR als wichtiger empfunden wird.

    Kommentar von Jan Lanc — 24. September 2014 @ 12:50

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...