6. April 2016, 15:33
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Insurtechs sind keine Eintagsfliege”

Dr. Alexander Erdland, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), empfiehlt seiner Branche eine offensive Auseinandersetzung mit digital agierenden Finanzdienstleistern. “Insurtechs sind keine Eintagsfliege, sie sind Treiber des Neuen und machen uns auf Rückstände aufmerksam”, sagte Erdland am Mittwoch in Berlin.

Insurtechs sind keine Eintagsfliege

GDV-Präsident Alexander Erdland möchte, dass die Branche die Schnittstelle zum Kunden verteidigt.

Auf dem Weg der Erneuerung sei das Jahr 2015 allenfalls eine Zwischenetappe gewesen, “denn unsere Welt verändert sich rapide und radikal”, sagte der GDV-Präsident anlässlich der Vorstellung der Branchengeschäftszahlen 2015. Vor allem die Digitalisierung bringe viel in Bewegung, so Erdland, der Wettbewerb um die digitalaffinen Kunden werde zunehmen. “Wir sehen Markteintritte insbesondere von Aggregatoren, die Service-Innovationen vor allem an der Kundenschnittstelle bringen”, konstatierte der GDV-Repräsentant.

“Versuchen, besser als Insurtechs zu sein”

Die Branche müsse darauf achten, diese “Front” zu verteidigen, sagte Erdland und betonte: “Ich bin zuversichtlich, dass wir das auch können.” So würden die Versicherer nicht nur versuchen, mit Insurtechs mitzuhalten, sondern auch versuchen, besser zu sein.

Erdland hob darüber hinaus die Chancen hervor, die sich durch den Wettstreit mit Insurtechs ergeben könnten, auch wenn die neuen Mitspieler das traditionelle Versicherungsgeschäft bislang eher scheuten. So hält er es beispielsweise für möglich, dass sich die vermeintlich neuen Konkurrenten zu “Komplementären” entwickeln, indem sie den Versicherern dabei helfen, “die Wertschöpfungskette zu flexibilisieren oder um sinnvolle Services zu erweitern”, so etwa im Zahlungsverkehr oder in der Schadenregulierung.

“Eine solche digitale Symbiose sehen wir Versicherer als Chance. Denn wenn wir unsere jeweiligen Stärken ausspielen, sind wir in der Lage, deutlich schneller Innovationen zu schaffen.” (lk)

Foto: GDV

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Service Value: Diese Krankenzusatzversicherer punkten bei den Kunden

Die Beliebtheit der privaten Krankenzusatzversicherung ist hoch, dies zeigen die mehr als 26 Millionen abgeschlossenen Verträge im Jahr 2019. Welche privaten Krankenzusatzversicherer in der Kundenorientierung sehr gut aufgestellt sind, hat das Kölner Analysehaus ServiceValue untersucht.

mehr ...

Immobilien

Immobilienpreise in Kroatien: Wird das Land zum “Florida Europas”?

Wie entwickeln sich die Immobilienpreise in Kroatien in den Regionen an der Küste und auf den Inseln? Die Agentur Panorama Scouting führte im Mai 2020 eine umfangreiche Studie über den kroatischen Immobilienmarkt (in den Küstenregionen) durch. Untersucht wurden die Kategorien Häuser und Wohnungen in 38 relevanten Küstenregionen (und Inseln) in den Gebieten Istrien, Kvarner Bucht, Nord-Dalmatien, Mittel-Dalmatien und Süd-Dalmatien. Die Basis dieser Studie bilden mehr als 5.400 Immobilienangebote.

mehr ...

Investmentfonds

Amundi bringt neue Nachhaltigkeits-ETF auf Xetra

Amundi, hat auf Xetra acht neue Aktien-ESG-ETFs gelistet und damit das Angebot an nachhaltigen Investments ausgebaut. Alle neuen ETFs werden zu Konditionen ab 0,15 Prozent laufenden Kosten angeboten.

mehr ...

Berater

Neues Zinstief wegen Corona

Die Corona-Krise hat zu einem bisher beispiellosen Einbruch der Wirtschaft in vielen Ländern geführt. Notenbanken haben hierauf mit einer weiteren massiven Lockerung ihrer Geldpolitik reagiert, um die ökonomischen Folgen der Pandemie abzumildern.

mehr ...

Sachwertanlagen

Corona: Nicht nur Kreuzfahrtschiffe schwer gebeutelt

Wegen der Corona-Krise haben die Reedereien so viele Schiffe stillgelegt wie noch nie. Weltweit seien gegenwärtig 11,3 Prozent der Containerflotte ungenutzt, heißt es in einem internen Bericht des Verbandes Deutscher Reeder (VDR) in Hamburg.

mehr ...

Recht

“Hate Speech”: Digitalisierung braucht auch Ethik

Hasskommentare, Beleidigungen und kriminelle Drohungen sind im Internet an der Tagesordnung. Mit dem reformierten Netzwerkdurchsetzungsgesetz sollen sich Nutzer nun besser wehren können. Doch der Staat legt die Beurteilung, was tatsächlich “Hate Speech” ist, in die Hände der Netzwerkbetreiber. Gastbeitrag von Rechtsanwalt Sascha Hesse

mehr ...