Zeitumstellung: Jüngere Erwachsene rücken von der Abschaffung ab

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Winterzeit
Foto: adobe.stock/Jenny Sturm
Wer hat an der Uhr gedreht: Das Thema Zeitumstellung ist ein Dauerbrenner, der die Jüngeren weniger tangiert, als die Älteren.

Unter den 18- bis 29-Jährigen will nur noch jeder Zweite die Zeitumstellung abschaffen, vor einem Jahr waren es 66 Prozent. Auch in der Gesamtbevölkerung bröckelt die Ablehnung. Mit den Folgen des Uhrenwechsels kämpfen allerdings weiterhin viele Menschen.

Die Forderung nach einer Abschaffung der Zeitumstellung hat in Deutschland den niedrigsten Stand seit 2015 erreicht. Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit sprechen sich aktuell 71 Prozent der Bevölkerung dafür aus, den halbjährlichen Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit abzuschaffen. Das sind fünf Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Die DAK führt die Befragung seit 2013 durch.

Den Höchststand erreichte die Forderung im Jahr 2018 mit 80 Prozent. Seitdem ist sie um insgesamt neun Prozentpunkte gesunken und liegt nun wieder auf dem Niveau von 2015.

Am deutlichsten fällt der Rückgang bei jungen Erwachsenen aus. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen sank die Zustimmung zur Abschaffung innerhalb eines Jahres von 66 auf 50 Prozent. Zugleich findet der Uhrenwechsel in dieser Gruppe den größten Rückhalt: 39 Prozent der jungen Erwachsenen halten ihn für sinnvoll.

Zeitumstellung: Fast drei von zehn Befragten hatten schon Beschwerden

Insgesamt haben 29 Prozent der Befragten schon einmal Probleme mit der Zeitumstellung erlebt, sowohl gesundheitlicher als auch psychischer Art. Frauen sind dabei deutlich häufiger betroffen als Männer: 36 Prozent der Frauen berichten von Beschwerden, bei den Männern sind es 22 Prozent.

Auch zwischen den Altersgruppen zeigen sich Unterschiede. Unter den 30- bis 59-Jährigen hatte rund ein Drittel nach dem Uhrenwechsel schon einmal Probleme. Bei jüngeren Erwachsenen und bei Menschen ab 60 Jahren liegt der Anteil jeweils unter drei von zehn Befragten.


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Die meisten Betroffenen klagen über Müdigkeit oder Schlappheit (80 Prozent). 63 Prozent nennen Einschlafprobleme oder Schlafstörungen, 41 Prozent Konzentrationsprobleme und 37 Prozent Gereiztheit. Jede fünfte betroffene Person bringt zudem depressive Verstimmungen mit der Zeitumstellung in Verbindung.

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