Cybervorfälle sind auch 2026 das größte Geschäftsrisiko weltweit. Zum fünften Mal in Folge führen sie das Allianz Risk Barometer an. Grundlage der Studie sind 3.338 Befragte aus 97 Ländern, darunter 400 Teilnehmende aus Deutschland. Weltweit nennen 42 Prozent Cyberangriffe, IT-Ausfälle oder Datenschutzverletzungen als größtes Risiko für ihr Unternehmen.
In Deutschland fällt die Einschätzung noch klarer aus. Hier sehen 52 Prozent der Befragten Cyberkriminalität, Malware, Ransomware oder IT-Ausfälle als größte Bedrohung. Im Vorjahr lag der Wert noch bei 47 Prozent. Damit bewerten deutsche Unternehmen ihre technologische Verwundbarkeit kritischer als der globale Durchschnitt und auch höher als der europäische Vergleichswert von 46 Prozent.
Die anhaltende Spitzenposition spiegelt die wachsende Abhängigkeit von digitalen Technologien wider, verschärft durch geopolitische Unsicherheiten und zunehmende Regulierung. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen geraten unter Druck, da ihnen häufig Ressourcen für eine umfassende Cybersicherheit fehlen und sie damit verstärkt ins Visier von Angreifern rücken.
Mitarbeitende rücken ins Zentrum der Cyberrisiken
Die digitale Bedrohungslage betrifft längst nicht mehr nur IT-Abteilungen oder das Topmanagement. Mitarbeitende werden zunehmend Ziel von Phishing, Social Engineering und KI-gestützten Betrugsversuchen. Fehlende Sensibilisierung oder unzureichender Schutz können dazu führen, dass einzelne Personen zur Schwachstelle für ganze Organisationen werden.
„Cyberrisiken entstehen heute häufig dort, wo Technik auf menschliches Verhalten trifft. Mitarbeitende sind ein zentraler Bestandteil der Sicherheitskette – und genau deshalb braucht es Lösungen, die nicht nur Unternehmen, sondern auch einzelne Nutzer:innen im digitalen Alltag stärken“, sagt Carsten Staat, Managing Director Deutschland bei Allianz Partners. „Mit unserer digitalen Plattform Allyz Cyber bieten wir Endnutzer:innen eine Kombination aus Sicherheitssoftware, persönlicher Unterstützung und Versicherungsschutz – gebündelt in einer App.“
Künstliche Intelligenz wird zum neuen Risikofaktor
Künstliche Intelligenz ist der größte Aufsteiger im Allianz Risk Barometer 2026. Weltweit sehen 32 Prozent der Befragten KI inzwischen als zentrales Geschäftsrisiko. Damit erreicht sie global Platz zwei, in Europa Platz drei. In Deutschland rangiert KI mit 26 Prozent neu auf Platz vier, hinter Cybervorfällen, Betriebsunterbrechungen sowie Änderungen in Gesetzgebung und Regulierung.
Die Ergebnisse zeigen die ambivalente Rolle von KI. Einerseits gilt sie als Produktivitäts- und Innovationstreiber, andererseits rücken neue Risiken in den Vordergrund. Dazu zählen Implementierungsprobleme, rechtliche Verantwortlichkeiten, Desinformation sowie operative Herausforderungen wie Datenqualität, Systemzuverlässigkeit und Fachkräftemangel. Häufig eilt die technologische Entwicklung bestehenden Governance-Strukturen voraus und erhöht Haftungs- und Compliance-Risiken.
Zudem wirkt KI als Verstärker bestehender Cyberrisiken, indem sie Angriffe automatisiert, professionalisiert und neue Angriffsflächen schafft. Damit verschärft sie das ohnehin größte Geschäftsrisiko zusätzlich.
Schutz jenseits der Unternehmensebene
Mit der zunehmenden Digitalisierung von Arbeits- und Privatleben gewinnt der Schutz einzelner Nutzer:innen an Bedeutung. Denn je stärker Menschen selbst Teil digitaler Prozesse sind, desto häufiger geraten sie ins Visier von Cyberkriminellen.
Allyz Cyber ergänzt aus Sicht von Allianz Partners die unternehmensbezogene Perspektive des Allianz Risk Barometers um den Blick auf den menschlichen Faktor. Die Plattform kombiniert Sicherheitsfunktionen wie Identitätsüberwachung oder Betrugsprävention mit persönlicher Unterstützung und Versicherungsleistungen, etwa bei Online-Banking-Betrug, Problemen mit Online-Einkäufen oder Datenmissbrauch. Damit wird deutlich, dass digitale Resilienz nicht allein auf Organisationsebene entsteht, sondern auch beim einzelnen Menschen ansetzt.












