Frau Allmann, Ihre erste größere Geldanlage – erinnern Sie sich?
Allmann: Die erste größere Geldanlage war der Kauf unseres Grundstücks und der Bau unseres Hauses im wunderschönen Fischbachau im bayerischen Oberland. Das war eine Summe, bei der ich mit Blick auf meinen Kontostand erst einmal schlucken musste. Aber meine Familie und ich fühlen uns hier pudelwohl. Das war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten. Für mich war immer klar, dass ich mit meiner Familie mal in einem Haus mit einem großen Grundstück auf dem Land leben möchte, denn so bin ich als Kind auch aufgewachsen.
Worin investieren Sie heute und warum?
Allmann: Ich bin ein großer Sicherheitsmensch und bei meiner Kapitalanlage nicht sehr risikofreudig. Aber ich bin relativ breit aufgestellt, unter anderem mit ETFs, Direktversicherungen und Bitcoin. Bei mir ist eigentlich alles dabei.
Als Bergausdauersportlerin sind Sie viel in der Natur unterwegs. Wie wichtig ist für Sie der Faktor Nachhaltigkeit bei der Geldanlage?
Allmann: Nachhaltigkeit spielt für mich eine große Rolle, weil ich sehr naturverbunden bin. Wir alle haben den Auftrag, dazu beizutragen, dass uns die Natur erhalten bleibt. Als Mutter von zwei Kindern denke ich dabei auch an die nächste Generation. Wir müssen jetzt die Weichen stellen, und das kann auch über die Geldanlage funktionieren. Zurzeit wird eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach unseres Hauses installiert. Wir stellen auf erneuerbare Energien um und wollen damit auch ein Zeichen setzen, dass jeder etwas zum Klimaschutz beitragen kann.
Während eines Fotoshootings in Island sind Sie im Jahr 2014 aus 800 Metern abgestürzt. Sie überlebten den Sturz schwer verletzt und kämpften sich nach mehreren Operationen zurück ins Leben. Hat das Ihren Blick auf das Thema Versicherungen verändert?
Allmann: Ja, weil ich dadurch knüppelhart mit dem Thema Tod konfrontiert wurde – und das in relativ jungen Jahren. Mir wurde bewusst, dass man sich mit Absicherungsfragen auseinandersetzen muss – zum Beispiel für den Fall, dass der Partner stirbt. Darüber habe ich mir nach dem Unfall definitiv mehr Gedanken gemacht. Zum Zeitpunkt meines Sturzes hatte ich keine Unfallversicherung, das war natürlich schlecht. Aber ich hatte über den Deutschen Alpenverein (DAV) eine Versicherung, die mir sehr geholfen hat. Darüber hinaus wurde ich auch psychologisch betreut, ich hatte eine Traumatherapie. Mental hat mich dieser Unfall zu einer wahnsinnig starken Person gemacht, weil ich einen Weg gefunden habe, für mich damit umzugehen. Ich habe deutlich gespürt, dass ich den Genesungsverlauf durch mein Mindset beeinflussen kann. Das war eine Form der Selbstwirksamkeit, die mich mental auf ein anderes Level gehoben hat. Wenn man dem Tod ins Auge geblickt hat, macht das etwas mit einem, mit dem eigenen Leben und der eigenen Denkweise. Ich bin eine gnadenlose Optimistin und glaube, dass dieser Unfall für irgendetwas gut war. Er steht für mich auch als Startschuss für die schönen Dinge, die danach entstanden sind. Jetzt ist es meine Berufung, diese Erfahrung in Vorträgen und Seminaren weiterzugeben und anderen Menschen zu helfen. Es braucht Klarheit, Mut und innere Stärke, um die Herausforderungen des Lebens zu meistern. Das kann ich durch meine Vorträge vermitteln. Und das fühlt sich gut an.
Das Gespräch führte Kim Brodtmann, Cash.
Im Frühjahr startet Gela Allmanns Online-Kurs „Komme in deine mentale Stärke! Teil 1“. Er ist buchbar auf https://fightsmilelove-academy.de. Ihr Buch „Sturz in die Tiefe“ wird ebenfalls im Frühjahr neu bei Malik verlegt.














