Investitionen in Gold und Silber sind auf dem Edelmetall-Marktplatz BullionVault so gefragt wie noch nie. Trotz der starken Preisschwankungen im Februar wächst die Zahl der Anleger deutlich. Gleichzeitig sorgen geopolitische Spannungen im Nahen Osten für zusätzliche Aufmerksamkeit für die klassischen „sicheren Häfen“.
Seit Beginn des Jahres 2026 liegt die tägliche Zahl der Erstinvestoren auf der Plattform um 559,2 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. BullionVault verwaltet nach eigenen Angaben inzwischen physische Edelmetalle im Wert von mehr als 9,1 Milliarden Euro für seine Nutzer. Rund neun von zehn Kunden stammen aus Westeuropa oder Nordamerika.
Die steigende Nachfrage spiegelt sich auch in der Zahl der Anleger wider. Weltweit ist die Zahl der Menschen, die über BullionVault Gold besitzen, gegenüber dem Vorjahr um 19,6 Prozent gestiegen. Bei Silber fiel das Wachstum mit 40,1 Prozent deutlich stärker aus und erreichte damit das höchste Tempo seit dem Frühjahr 2021.
Goldpreis erreicht neuen Monatsrekord
Im Februar bewegte sich der Goldpreis so stark wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr. Trotz dieser Volatilität erreichte das Edelmetall einen neuen durchschnittlichen Monatsrekord von 4.245 Euro pro Feinunze. Für deutsche Anleger war es bereits der sechste Rekordmonat in Folge.
Auch die Aktivität deutscher Investoren nahm zu. Die Zahl der Goldkäufer stieg im Februar gegenüber Januar um 5,9 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit März 2020. Gleichzeitig ging die Zahl der Verkäufer um 29,2 Prozent zurück.
Der Gold-Investor-Index Deutschland, der das Verhältnis von Käufern zu Verkäufern misst, stieg dadurch um 2,5 Punkte auf 61,3. Das entspricht dem höchsten Wert seit fünf Jahren. Gleichzeitig markierte die Zahl der deutschen Goldbesitzer zu Beginn des März das zehnte monatliche Rekordhoch in Folge.
Silber mit starker Nachfrage trotz Preisrückgang
Bei Silber zeigte sich ein ähnliches Bild. Zwar fiel der durchschnittliche Preis im Februar um 11,0 Prozent auf 69,81 Euro pro Feinunze und blieb damit erstmals seit neun Monaten unter einem neuen Rekordniveau. Gleichzeitig erreichte die Preisvolatilität den höchsten Stand seit 1987.
Die Nachfrage deutscher Anleger nahm dennoch deutlich zu. Die Zahl der Silberkäufer stieg um 9,6 Prozent auf ein weiteres Allzeithoch, während die Zahl der Verkäufer gegenüber dem Rekord im Januar um 49,6 Prozent sank.
Der Silber-Investor-Index Deutschland legte dadurch um 10,3 Punkte auf 66,5 zu und erreichte den höchsten Stand seit September 2020. Auch die Zahl der deutschen Silberbesitzer markierte zu Beginn des März den zehnten monatlichen Rekord in Folge.

Anleger nutzen Preisschwankungen
Weltweit überstieg die Nachfrage nach Silber erstmals seit sechs Monaten wieder die Gewinnmitnahmen. Die gesamten Silberbestände der Kunden stiegen um 0,6 Prozent auf 1.332 Tonnen. Ihr Wert liegt bei rund 2,7 Milliarden Euro und damit 150,6 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Bei Gold ging die Gesamtmenge hingegen im Februar zum vierten Mal in Folge leicht zurück. Die Bestände sanken um 0,3 Prozent auf knapp unter 43,4 Tonnen und erreichten damit den niedrigsten Stand seit fast sechs Jahren.
Trotz des Rückgangs nach Gewicht stieg der Gesamtwert der von BullionVault-Kunden gehaltenen Goldbestände deutlich. Innerhalb von zwölf Monaten legte er um 59,6 Prozent auf mehr als 6,1 Milliarden Euro zu.
Adrian Ash, Director of Research bei BullionVault, sagt: „Während kurzfristige Konflikte selten die Edelmetallpreise steigen lassen, bietet der neue Krieg im Nahen Osten den Investoren einen weiteren Grund, Zuflucht zu suchen, da er die Finanzmärkte und die Weltwirtschaft destabilisiert.“
Die grundlegenden Treiber des aktuellen Edelmetall-Bullenmarkts bleiben laut Ash bestehen. „Die langfristigen Treiber des heutigen Bullenmarkts für Edelmetalle bleiben fest bestehen – von explodierenden Staatsverschuldungen über Inflationsängste, Sorgen um die Blase bei Tech-Aktien bis hin zum Zerfall der geopolitischen Ordnung“, sagt er.
Auch das Verhalten der Anleger habe sich verändert. „Gold und Silber waren noch nie so beliebt, nicht in den 21 Jahren seit der Gründung von BullionVault. Bestehende Eigentümer nutzen die Preisspitzen, um ein wenig Gewinn mitzunehmen. Neue Investoren nutzen die Rücksetzer, um ihre Bestände aufzubauen.“
Die Aktivität auf dem Marktplatz ging zuletzt dennoch etwas zurück. Der Wert der gehandelten physischen Edelmetalle sank im Februar gegenüber dem Rekordmonat Januar um 32,1 Prozent auf 667 Millionen Euro.












