Nach elf Monaten waren damit 215.500 Einheiten genehmigt, ein Zuwachs um 11,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit zeichnet sich ab, dass der Negativrekord aus dem Jahr 2024 nicht unterboten wird. Damals waren im Gesamtjahr mit 215.900 Einheiten so wenige Wohnungen genehmigt worden wie seit 2010 nicht mehr.
Die Zahl der Genehmigungen bleibt damit aber weiterhin erheblich unter dem Bedarf an neuen Wohnungen. Politisch wird immer wieder die Zielgröße von 400.000 Einheiten pro Jahr genannt, um die Wohnungsknappheit zu beseitigen. Laut Pestel-Institut fehlten Ende 2024 bundesweit rund 1,4 Millionen Wohnungen.
In neuen Wohngebäuden wurden von Januar bis November 175.200 Wohnungen bewilligt. Dabei stieg die Zahl bei Einfamilienhäusern besonders stark um gut 17 Prozent auf 40.700, während bei Zweifamilienhäusern ein leichtes Minus auf 11.500 Wohnungen stand. In Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, legten die Baugenehmigungen um 13,5 Prozent zu auf 114.800 Wohneinheiten.
Wohnungsbau in der Krise
Die Zahlen sind ein wichtiger Indikator für den Wohnungsbau, der wegen gestiegener Zinsen und Baukosten in der Krise steckt: Was nicht genehmigt wird, kann später auch nicht gebaut werden. 2025 wurden nach Schätzungen des Zentralverbandes des Baugewerbes lediglich 225.000 Wohnungen fertiggestellt. „Angesichts des massiven Wohnungsbedarfs ist das dramatisch wenig. Wir dürfen uns an den Wohnungsmangel nicht gewöhnen“, sagte Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa.
Laut einer Umfrage des Bauindustrieverbandes rechnen die meisten Hochbau-Unternehmen erst für die Jahre 2027 und 2028 mit positiven Effekten des sogenannten Bau-Turbos. Daran änderten auch leicht gestiegene Genehmigungszahlen nichts. (dpa-AFX)













