Value-Add-Investments: Hotels in Südeuropa und Camping im Fokus

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Greg Kane, PGIM.

Europas Immobilienmärkte zeigen weiter Erholungstendenzen und bieten ideale Möglichkeiten für Value-Add-Investments. Vor allem Hotels in Südeuropa und Campingplätze rücken stärker in den Blick von Investoren. Marktkommentar von Greg Kane, Head of European Investment Research, Real Estate, bei PGIM.

Die aktuellen Marktbedingungen bieten trotz makroökonomischem Gegenwind ideale Voraussetzungen für Value-Add-Investitionen in Europa. Die Liquidität erhöht sich, aber aufgrund der kurzfristigen Kapitalengpässe lassen sich attraktive Anlagemöglichkeiten auf dem Markt finden.

Der Immobilien-Aufschwung in Europa ist nun eindeutig in Gang gekommen: Die Bewertungen im Jahr 2025 sind um etwa vier Prozent gestiegen. Für die kommenden Jahre wird ein weiteres Kapitalwachstum erwartet, das durch anhaltende Mietwachstum sowie eine Renditekompression aufgrund einer verbesserten Anlegerstimmung getragen wird. 


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Die Nutzung von Fremdkapital trägt wieder stärker zum Transaktionsmarkt bei und verbessert somit die Gesamtrenditeaussichten.

In den letzten Jahren war insbesondere bei Core-Investoren ein deutlicher Trend hin zu operativen Immobilien zu beobachten. Für Value-Add-Strategien wiederum stellt das einen Exit-Weg nach der Stabilisierung der Bewertungen dar.

Operative Strategien dominieren beispielsweise in den Bereichen Hotels, Mietwohnungen und Storage. Doch auch Plattformen und Interaktion mit Kunden gewinnen zunehmend an Bedeutung für die Umsetzung von Strategien in traditionelleren gewerblichen Bereichen wie flexiblen Büros, Einzelhandel und städtischer Logistik.

Die Nachfrage im Bereich Hospitality steigt aufgrund des wachsenden Tourismussektors. Da das Angebot weiterhin verhalten ist, wird die Auslastung im Jahr 2025 europaweit ein Rekordniveau erreichen. Ein starkes Wachstum bei den Übernachtungen und steigende Auslastungsraten waren vor allem in den südeuropäischen Märkten wie Italien, Spanien und Portugal zu verzeichnen.

Ein bemerkenswerter Trend ist die Widerstandsfähigkeit der Nachfrage nach Open-Air-Hospitality (Camping). Da dieser Sektor während der Pandemie einen geringeren Rückgang verzeichnete als Hotels, haben die kostengünstigen Unterkunftsmöglichkeiten Reisende angezogen, während das Angebot in wichtigen Märkten wie Italien, Frankreich und den Niederlanden stabil geblieben oder zurückgegangen ist.

Die Auslastung im Open-Air-Bereich haben das Niveau vor der Pandemie deutlich übertroffen und werden in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter zunehmen. Da das Angebot voraussichtlich knapp bleiben dürfte, bietet sich eine anhaltende Wertsteigerungsmöglichkeit, nicht-institutionelle Open-Air-Standorte zu erwerben und sie auf dem Markt neu zu positionieren werden, um von einem potenziellen Anstieg der Auslastung und Mietpreisen zu profitieren.

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