Frau verdient und sorgt zu wenig vor

Wieder einmal gilt: Für jede zweite Frau in Deutschland ist ein zu geringer Verdienst der Grund, nicht für die Altersvorsorge zu sparen. Dies hat die Zurich Gruppe, Bonn, zusammen mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) herausgefunden.

In den neuen Bundesländern gaben sogar 60 Prozent der Befragten an, sie verdienen zu wenig, um für später vorzusorgen. Für jede zehnte Frau in den neuen Bundesländern liegt das größte Problem einer ausreichenden finanziellen Absicherung in einer potenziellen Scheidung, in den alten Bundesländern sieht dies sogar jede fünfte Frau so. Durch die Reform des Unterhaltsrechts ist zu erwarten, dass sich diese Situation durch den Wegfall der Lebensstandardgarantie weiter verschärft. Dennoch geben nur 20 Prozent der Befragten an, aufgrund der neuen rechtlichen Lage künftig mehr für die eigene finanzielle Absicherung tun zu wollen.

Frauen wollen mehr Geld vom Staat

Fast ein Drittel (31 Prozent) der befragten Frauen, wünscht sich mehr finanzielle Unterstützung vom Staat. Nach Meinung von 36 Prozent sollte der Schwerpunkt bei der Unterstützung der weiblichen Bevölkerung auf der Kinderbetreuung liegen. 15 Prozent (neue Bundesländer: 20 Prozent) fordern Verbesserungen im Bereich der Teilzeitarbeit.

Die Meinungsforscher fanden weiter heraus, dass berufliche Auszeiten für die Kindererziehung lediglich für zwölf Prozent ein Hemmnis für die ausreichende Altersvorsorge ist. Allerdings ziehen dann doch zwei Drittel der Frauen keine Vorsorgelösung in Betracht, wenn sie tatsächlich eine Auszeit in Anspruch nehmen.

Kundinnen über flexible Tarife informieren

Die Zurich Gruppe appelliert deshalb an Vermittler, insbesondere weibliche Kunden darüber zu informiere, dass es Produkte gibt, die flexibel ausgerichtet sind und sich auf der jeweiligen Lebenssituation anpassen können. Zudem offerieren die meisten Versicherer flexible Beitragszahlungsmodelle. (aks)

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