Vertrauen in Bankberatung auf dem Tiefpunkt

Nie vertrauten die Deutschen Bankberatern weniger: Lediglich ein Viertel der Verbraucher sucht in persönlichen Finanzangelegenheiten Rat bei seiner Bank, wie eine aktuelle Forsa-Umfrage des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) ergeben hat.

Die Marktforscher überprüften im Auftrag des TV-Senders N-TV die Geldanlageberatung von Filialbanken. Insgesamt untersuchten sie sechs überregionale Banken sowie neun regional aktive Institute in den Städten Berlin, Hamburg und München.

Die Beratungsqualität wurde anhand von 150 verdeckt durchgeführten Gesprächen analysiert und bewertet. Neben Kriterien wie Beratungsatmosphäre oder Freundlichkeit und Kompetenz der Mitarbeiter wurden die Bedarfsanalyse und die Lösungskompetenz auf den Prüfstand gestellt.

Ergebnis: Notendurchschnitt vier. Über ein ?ausreichend? kam die Bankberatung nicht hinaus. Defizite sehen die Forscher vor allem in der Bedarfsanalyse.

„Die Ergebnisse bestätigen die oft geäußerte These, die Branche würde nur Produkte verkaufen und tatsächliche Bedürfnisse und Wünsche ungenügend berücksichtigen“, kritisiert DISQ-Geschäftsführer Markus Hamer.

Positiv ausgefallen seien dagegen die geringe Falschaussagenquote, eine im Vergleich zu anderen Branchen gute Kommunikationsqualität und ein ansprechendes Beratungsumfeld. (hb)

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