Aragon veräußert BIW-Anteile

Der Wiesbadener Finanzkonzern Aragon will seine Anteile an der Onlinebank BIW an den bisherigen Mitaktionär XCOM Finanz, ein Spezialist für IT-Betreuung bei Banken und Finanzdienstleistern, verkaufen. Aragon will sich künftig auf Finanzberatung und -vertrieb konzentrieren.

Ralph Konrad
Ralph Konrad

Ein Vertrag über die Veräußerung des 62-Prozent-Anteils wurde unterzeichnet, heißt es in der Mitteilung. Über den genauen Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Im Aktienpaket sind auch die 15 Prozent der Anteile enthalten, die Aragon im Januar 2010 nach einem Rückkauf von der Beteiligungsgesellschaft Conomus an die Axa Krankenversicherung weitergereicht hatte.

Das gesamte Vertragswerk stehe unter verschiedenen aufschiebenden Bedingungen, deren Eintritt erwarte man spätestens im ersten Quartal 2012, heißt es weiter. Mit dem Abschluss der Transaktion sollen Aragon liquide Mittel in zweistelliger Millionenhöhe zufließen, welche man zum Teil zur vorzeitigen Tilgung der langfristigen Verbindlichkeiten nutzen will.

Die BIW, die sich nicht als klassische Onlinebank mit Endkundengeschäft, sondern vor allem als Produkt- und Prozessdienstleister für B2B-Partner definiert, wurde 2005 durch die Hauptaktionäre Aragon und XCOM aus einer Abspaltung der XCOM Bank gegründet.

„Die Veräußerung unserer BIW-Anteile an die XCOM, die zukünftig 100 Prozent der BIW halten wird, ist logische Folge der angekündigten Fokussierung der Aragon“, sagt Aragon-COO Ralph Konrad. Aragon werde sich zukünftig auf die Finanzberatung und den Finanzvertrieb konzentrieren, so Konrad. (ks)

Foto: Aragon

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