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17. Mai 2011, 11:35
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Verbraucherschützer: Finanzberatung geht am Bedarf vorbei

Kunden schließen häufig Verträge für Finanzprodukte ab, die nicht zu ihnen passen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Beratung-Kunden-127x150 in Verbraucherschützer: Finanzberatung geht am Bedarf vorbeiIn der Zeit von Oktober 2010 und April 2011 haben die Verbraucherschützer insgesamt 200 Fälle untersucht, in denen es um Verträge zur Altersvorsorge und Geldanlage ging.

Ergebnis: In 88 Prozent der analysierten Fälle wurden Verträge verkauft, die nur zum Teil oder überhaupt nicht dem Bedarf der Kunden entsprachen.

“Weiterhin werden in erster Linie teure, oftmals zu riskante und viel zu oft auch zu unflexible Verträge verkauft”, moniert Niels Nauhauser, Referent der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Die Behörde kam im vergangenen Jahr zu ähnlichen Ergebnissen.

„Die bisherigen Anlegerschutzgesetze packen die Probleme nicht an ihrer Wurzel. Falschberatung darf kein lohnendes Geschäftsmodell sein“, so Nauhauser weiter. Er und seine Kollegen fordern daher vor allem eine strikte Trennung von Finanzberatung und Vertrieb, klare Qualifikationsvoraussetzungen sowie eine einheitliche Aufsicht durch die Finanzaufsicht Bafin. (ks)

Foto: Shutterstock

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3 Kommentare

  1. ??? Bei der “fidorbank” beraten sich die Kunden untereinander ? Das ist nicht Ihr Ernst Herr Hillebrand, oder ? Dann können sich Patienten beim Arzt doch auch selber beraten, oder ? Ich fasse es nicht . LG Nils Fischer

    Kommentar von Nils Fischer — 20. Mai 2011 @ 19:15

  2. Der Kunde hat falsch gekauft. Dies kann auch andere Gründe haben, als die immer sofort vermutete, bewußte und provisionsgetriebene Falschberatung. Viel öfter kommt es vor, daß der Kunde im Beratungsgespräch Aussagen macht, an die er sich später nicht erinnern will. Deshalb: dokumentieren!

    Kommentar von Dr Ursula Renner — 19. Mai 2011 @ 11:27

  3. ja. Oder man geht zur Fidor-Bank (www.fidor.de) . Da gibt es keine Berater, die Vertriebsvorgaben haben. Hier beraten sich die Kunden untereinander.

    Kommentar von Thomas Hillebrand — 17. Mai 2011 @ 14:12

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