22. März 2016, 08:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Banker sind out, Verbraucher wollen Unabhängigkeit

Bis zur letzten großen Krise gehörten Banker zu den absoluten Eliten in der Business-Welt. Inzwischen hat sich das Image ihres Berufsstands und auch ihrer Arbeitgeber recht grundlegend gewandelt. Gastbeitrag von Frerk Frommholz, Finanzberatung Frommholz

Banker sind out, Verbraucher wollen Unabhängigkeit

Frerk Frommholz: “Für die meisten Banken und ihre Kundenberater steht der Verkauf der eigenen Finanzprodukte absolut im Fokus.”

Der böse Spruch von den “Nieten in Nadelstreifen” trifft aus Verbrauchersicht auf Banker inzwischen in besonderem Maße zu. Daran haben nicht nur die globalen Verwerfungen innerhalb des Bankensystems, sondern auch ganz alltägliche Erfahrungen ihren Anteil.

Für die meisten Banken und ihre Kundenberater steht der Verkauf der eigenen Finanzprodukte absolut im Fokus, die individuellen Voraussetzungen und Wünsche ihrer Kunden interessieren dagegen eher am Rande.

Der Wunsch nach unabhängiger Beratung wird jedoch nicht nur auf Kundenseite laut. Auch viele angestellte Finanzexperten sind mit ihrem Job aufgrund der Branchenanforderungen unzufrieden.

Stiftung Warentest: Nur drei von 23 Banken beraten objektiv

Eine aktuelle Studie der Stiftung Warentest stellt der Mehrzahl der getesteten Banken eher schlechte Noten aus. Bei der Erhebung ging es um die Beratungsqualität für Anlageprodukte.

Zwar interessierten sich die meisten Bankberater anders als in früheren Jahren auch für den sogenannten Kundenstatus, fragten im Verkaufsgespräch also auch nach den Anlagevorstellungen ihrer Kunden. Allerdings passten die Angebote, die darauf folgten, in den meisten Fällen nicht wirklich zur den Anlagezielen der Verbraucher.

In insgesamt 160 Beratungsgesprächen mit fünf bundesweit aktiven Privatbanken sowie je neun Sparkassen und Genossenschaftsbanken fragten die Tester danach, wie sie jeweils 45.000 Euro für die kommenden zehn Jahre investieren sollten.

Seite zwei: Banker sind oft von ihrem Job frustriert

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

IVFP Trendumfrage: Vermittler setzen 2019 voll auf Fonds- und Indexpolicen

Die klassische Altersvorsorge mit Garantien lohnt kaum noch und wird zum Ladenhüter. Stattdessen geht der Trend eindeutig in Richtung kapitalmarktorientierte Produkte. Die Musik spielt laut Umfrage des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung 2019 bei Fonds- und Indexpolicen.

mehr ...

Immobilien

Patrizia: Deutliches Gewinnplus für Immobilieninvestor

Der Immobilieninvestor Patrizia hat im vergangenen Jahr von seinen jüngsten Zukäufen profitiert. Dabei stiegen die Gebühreneinnahmen vor allem für die Verwaltung viel kräftiger als die Kosten.

mehr ...

Investmentfonds

Anlagechancen 2019: Lieber Aktien als Anleihen

Die Aktienkurse sind zu Jahresanfang wieder gestiegen, doch die Anleger bleiben pessimistisch. Für die Märkte ist das positiv und negativ zugleich. Welche Sektoren profitieren werden:

Gastbeitrag von Juan Nevado, M&G

mehr ...

Berater

Airline-Pleite: Flybmi ist nicht Flybe

Vor allem wegen des Brexits hat die britische Regional-Fluggesellschaft Flybmi am Wochenende Insolvenz angemeldet. Mit einer ähnlich klingenden Airline, die Mieterin mehrerer deutscher Fonds-Flugzeuge ist, hat sie jedoch nichts zu tun.

mehr ...

Sachwertanlagen

A380-Aus: Hochkonjunktur für Besserwisser

Das Ende der Produktion neuer Flugzeuge des Typs Airbus A380 bedeutet nicht automatisch Verluste für Fonds, die solche Maschinen finanziert haben. Eine schlechte Nachricht ist es trotzdem. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

OLG Celle: Reiseantritt muss zumutbar sein

In der Reiserücktrittsversicherung liegt ein Versicherungsfall vor, wenn die versicherte Person von einer unerwarteten schweren Erkrankung betroffen wird. Um dies festzustellen, kommt es laut Urteil des 8. Zivilsenats des OLG Celle nicht auf eine konkrete ärztliche Diagnose der Erkrankung an. Entscheidend sei vielmehr das Vorliegen einer krankheitsbedingten Symptomatik, die den Antritt einer Flugreise unzumutbar erscheinen lasse. 

mehr ...