21. November 2018, 16:14
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Scholz will Kündigungsschutz für Top-Banker lockern

Die Bundesregierung treibt vor dem Hintergrund des Brexit die geplante Lockerung des Kündigungsschutzes für Top-Banker voran. Das Finanzministerium legte dazu einen Entwurf vor, der nun in der Ressortabstimmung ist. Das sagte eine Sprecherin von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) am Mittwoch in Berlin. Zuerst hatte die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” darüber berichtet.

111990108 in Scholz will Kündigungsschutz für Top-Banker lockern

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will Londoner Banken den Umzug nach Deutschland schmackhaft machen.

Damit setzt Scholz im Koalitionsvertrag vereinbarte Pläne um. Dort heißt es, angesichts des bevorstehenden Austritts Großbritanniens aus der EU wolle die Bundesregierung den Standort Deutschland für Finanzinstitute attraktiver gestalten.

Londoner Banken soll damit ein Umzug nach Deutschland und insbesondere an den Finanzplatz Frankfurt schmackhafter gemacht werden. Der strenge deutsche Kündigungsschutz gilt bisher als Hürde. Der Gesetzgeber will es Banken erleichtern, sich per Abfindung von besonders gut bezahlten Führungskräften zu trennen.

Konkret geht es darum, den Kündigungsschutz für sogenannte Risikoträger in Banken zu lockern. Bei diesen hochbezahlten Mitarbeitern bedarf der Antrag des Arbeitgebers auf Auflösung des Arbeitsverhältnisses künftig keiner Begründung mehr, wie die Zeitung schrieb. Das sehe der Entwurf für ein Brexit-Steuerbegleitgesetz vor. Die Zahl der voraussichtlich von dieser Regelung betroffenen Mitarbeiter schätze das Ministerium auf bis zu 5.000 Mitarbeiter.

Trennung ohne Vorliegen von Kündigungsgründen

Als Risikoträger gelten zum Beispiel Geschäftsleiter, Bereichsleiter, Leiter Recht und Finanzen oder Angestellte mit hohem Handelsvolumen. Von solchen Mitarbeitern sollen sich Banken dann auch ohne Vorliegen von Kündigungsgründen gegen Zahlung einer Abfindung trennen dürfen.

Greifen würde die geplante Neuregelung für Bank-Mitarbeiter, deren Grundvergütung mehr als das Dreifache der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung beträgt. Für Westdeutschland sind dies derzeit auf Jahressicht 234.000 Euro. (dpa-AFX)

Foto: Picture Alliance

 

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Allianz: Aylin Somersan Coqui wird neue Personalvorständin

Aylin Somersan Coqui (42) wird zum 1. April 2019 neue Personalvorständin der Allianz Deutschland. Sie tritt die Nachfolge von Ana-Cristina Grohnert an, die die Allianz zum gleichen Zeitpunkt verlässt. Coqui ist derzeit als Chief Human Resources Officer (CHRO) in der Allianz SE tätig und verantwortet dort die gruppenweite Personalstrategie.

mehr ...

Immobilien

Zinssicherung oder Renditefalle? Geschäft mit Bausparverträgen wächst

Die niedrigen Zinsen halten die Sparer in Deutschland nicht davon ab, Bausparverträge abzuschließen. Branchenprimus Schwäbisch Hall stoppte 2018 den Rückgang der beiden vorangegangenen Jahre.

mehr ...

Investmentfonds

Portfolios und Performances mit neuem Tool effektiv bewerten

Wisdom Tree, Sponsor von Exchange-Traded Funds (“ETF”) und Exchange-Traded Products (“ETP”), hat die WisdomTree Investor Solutions-Plattform lanciert.

mehr ...

Berater

RWB bringt Anleger ins Milliardärs-Business

Ein echter Mega-Deal ist dem Asset Manager RWB für seine Anleger gelungen: Über den Zielfondsmanager Marlin Equity Partners sind diese jetzt an den Geschäften von Milliardär Richard Branson beteiligt.

mehr ...

Sachwertanlagen

INP bringt weiteren Pflegeheim- und Kita-Fonds

Die INP-Gruppe aus Hamburg, hat mit dem Vertrieb eines neuen alternativen Investmentfonds (AIF) für Privatanleger begonnen. Fondsobjekte sind Immobilien für alt und jung.

mehr ...

Recht

Straßenverkehr: Was tun bei falschen Anschuldigungen?

Strafen vom Bußgeld bis zum Führerscheinentzug muss nur fürchten, wer sich nicht an die Verkehrsregeln hält – so zumindest in der Theorie. Trotzdem kommt es in der Praxis immer wieder zu potenziell teuren Falschanschuldigungen.

mehr ...