1. Juli 2019, 12:36
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Digitale Intelligenz statt menschlicher Expertise?

Aktuell gibt es immer mehr digitale Angebote auf dem Versicherungsmarkt. Ob rein digitale Versicherer, Versandriesen, die zukünftig als digitale Vermittler fungieren oder digitales Versicherungsmanagement – garantiert wird dem Verbraucher ein Höchstmaß an Komfort und Transparenz. Der Sterbegeldversicherer Monuta hat sich seit seinem deutschen Markteintritt 2007 digital aufgestellt.

Oliver Suhre Foto Frank Beer Monuta in Digitale Intelligenz statt menschlicher Expertise?

Oliver Suhre, Generalbevollmächtigter der Monuta Versicherungen,

Oliver Suhre, Generalbevollmächtigter der Monuta Versicherungen, weiß aber, „dass auch zukünftig die menschliche Komponente gerade in der Beratung nicht vollständig digital zu ersetzen sein wird.“

Die Digitalisierung der Versicherungsbranche bietet Kunden vor allem mehr Flexibilität und ist zeit- sowie in den meisten Fällen auch kostensparend. Bedeutet das, dass Berater und Vermittler aus Fleisch und Blut bald überflüssig sind? „Maschinen können die menschliche Expertise immer nur ergänzen“, erklärt Oliver Suhre. Monuta hat sich seit Markteintritt 2007 digital aufgestellt und verfolgt im Vertrieb einen Multichannel-Ansatz – das Maklergeschäft und der Abschluss über die Webseite.

Auch klassische Vertriebe arbeiten immer digitaler

Ein rein digitales Modell ohne menschliche Beratung kommt für den Sterbegeldversicherer nicht in Frage. Denn: „Im Sinne eines optimalen Markt- zugangs wäre es zu kurz gedacht, wenn wir beim digitalen Vertrieb nur den Direktabschluss über unsere Homepage im Blick hätten. Auch der ‚klassische Maklervertrieb’ arbeitet heute immer digitaler. Wie in vielen anderen Branchen, werden Berater und Vermittler nicht von der Bildfläche verschwinden, aber die Berufsbilder werden sich verändern.“

Laut Suhre kann nur der am Markt bestehen, der diesen Wandel mitgeht und sich entsprechend aufstellt.

“Künftig können viele Anbieter einen digitalen Beratungsprozess abbilden”

„Ich gehe davon aus, dass in Zukunft viele Anbieter einen guten digitalen Beratungsprozess abbilden können aber auch weiterhin ein hoher Bedarf an persönlicher Beratung besteht. Kunden stellen höhere Anforderungen und gehen bereits sehr informiert in ein Beratungsgespräch, mit sehr speziellen Fragen, da sie vorher im Netz recherchiert haben. Darauf müssen sich Vermittler einstellen. Zudem werden Verbraucher höhere Erwartungen in puncto Erreichbarkeit und Service haben. Nur wer diesen Bedarf abdecken kann, wird langfristig tragbare Kundenbeziehungen entwickeln können, die wiederum die Basis für ein erfolgreiches Geschäftsmodell sind“ erklärt Suhre.

Auf eine persönliche, ganz individuelle Beratung eines Experten wird deshalb laut Suhre die Versicherungsbranche also auch in Zukunft nicht verzichten können.

 

Foto: Monuta

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