17. Februar 2020, 09:32
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Nicht akzeptable Bedingungen”: Verkauf von Softfair geplatzt

Die Finanzsoft GmbH hat den geplanten Verkauf des Vergleichsportals Softfair mit sofortiger Wirkung beendet. Alle im Bieterverfahren abgegebenen Optionsverträge werden nicht angenommen. Die betroffenen Unternehmen wurden darüber in der vergangenen Woche schriftlich informiert, teilte das Unternehmen mit.

Norbert-Porazik-und-Markus-Kiener 2017 1 in Nicht akzeptable Bedingungen: Verkauf von Softfair geplatzt

Norbert Porazik (links) und Markus Kiener

Hintergrund: Im Sommer 2019 hatten Norbert Porazik und Markus Kiener, beide Gesellschafter von Finanzsoft und Geschäftsführer des Maklerpools Fonds Finanz, die Brancheninitiative “PNext” ins Leben gerufen. Ziel der Initiative war es, eine branchenweite Plattform zu entwickeln, die der Digitalisierung der Versicherungsbranche Vorschub leisten sollte.

Voraussetzung dafür war, dass Softfair nicht in der Hand eines Marktteilnehmers sein sollte, sondern möglichst viele Gesellschaften an dem Unternehmen beteiligt sein sollten. Zu diesem Zweck hatten sich Porazik und Kiener dazu bereiterklärt, bis zu 100 Prozent der Anteile an Softfair in Form von 1-Prozent-Anteilen an Versicherungsgesellschaften, Vertriebe, Pools und andere Marktteilnehmer zu veräußern.

Nach Abschluss des Bieterverfahrens vor wenigen Tagen wurden die eingegangenen Optionen nach Angaben von Finanzsoft analysiert und auf Realisierbarkeit geprüft. “Nach erfolgter Prüfung muss die Finanzsoft GmbH heute mitteilen, dass eine Umsetzung der Brancheninitiative mit den eingegangenen Optionen für die Finanzsoft nur zu nicht akzeptablen Bedingungen realisierbar wäre”, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Finanzsoft werde die Brancheninitiative PNext und den damit einhergehenden Verkauf von Softfair aus diesem Grund nicht weiterverfolgen.

“Vision konsequent weiterverfolgen” 

“Wir haben auf Anregung der Branche unsere Übernahme von Softfair im Jahr 2017 überdacht und uns dazu bereiterklärt, zum Wohle des gesamten Marktes eine branchenweite Initiative zu starten. Dass dieses Angebot nun nicht angenommen wurde, ist gerade deshalb für uns absolut in Ordnung”, lassen sich Porazik und Kiener in der Pressemitteilung zitieren. Softfair werde die Weiterentwicklung der Produkte sowie die Vision einer technischen Plattform für den ganzen Markt konsequent weiterverfolgen. “Es besteht kein Grund, an der bisherigen erfolgreichen Geschäftsausrichtung von Softfair etwas zu ändern.” (kb)

Foto: Fonds Finanz 

1 Kommentar

  1. Würde man über solch einen Irsinn nicht berichten, wäre das ein erster und richtiger Schritt in Richtung Ruhe in die Vermittlerschaft zu bekommen. Bertelsmann gab heute zum Besten, was dieser Datenhändler von der PKV hält. In Thüringen weiß man nicht wie politisch weiter geht. In Grünheide werden Baumrodungen durch irgendwen gestoppt. In Berlin wird im Tempodrom einer erschossen und Wölfe fallen oder fallen auch nicht die Schafe an. Alle sind traurig. Und der Kreis schließt sich bei der Versicherung. Und nun? Wollen wir nun das Coronavirus oder bedroht es uns.

    Kommentar von Ridschie Blanko — 17. Februar 2020 @ 16:24

Ihre Meinung



 

Versicherungen

bAV-Reform: Garantieverzicht – die einzige Möglichkeit auf realen Zugewinn

Das Niedrigzinsniveau dürfte durch die Coronakrise und die Geldpolitik der EZB für das gesamte Jahrzehnt zementiert sein. Vor dem Hintergrund wird auch für die betriebliche Altersvorsorgung die Möglichkeit eines vollständigen Garantieverzichts diskutiert. Wie eine bAV-Reform aussehen müsste. Von Dr. Friedemann Lucius, Vorstandsvorsitzender des Instituts der Versicherungsmathematischen Sachverständigen für Altersversorgung (IVS).

mehr ...

Immobilien

Marc Drießen startet mit Bloxxter erste Token-Emission

Das Hamburger Start-Up Bloxxter kündigt den Start seines ersten Projekts „Städtisches Kaufhaus und Reclam-Carrée Leipzig“ an. Die Emission hat ein beachtliches Volumen und erfolgt rein digital, soll aber auch freie Finanzvermittler einbinden. Dahinter steht ein bekanntes Gesicht in der Sachwertbranche.

mehr ...

Investmentfonds

Wie Privatanleger vom Boom bei Homeoffice profitieren können

Die globale Multi-Asset-Investitionsplattform eToro startet ein neues Portfolio, das Privatanlegern ermöglichen soll, in eine Reihe von Unternehmen zu investieren, die wesentlich vom Boom “Remote Work”, also dem Arbeiten von zu Hause, profitieren.

mehr ...

Berater

Rekrutierung: “Am unternehmerischen Erfolg partizipieren”

Cash.-Interview mit Alexander Lehmann, Vorstand für Marketing und Vertrieb beim Maklerpool Fondskonzept, über erfolgreiche Methoden und Strategien bei der Rekrutierung von Nachwuchskräften.

mehr ...

Sachwertanlagen

LHI Gruppe erwirbt ersten Solarpark in Dänemark

Für einen seiner Investmentfonds für Institutionelle Investoren, hat der Asset Manager LHI aus Pullach i. Isartal im Norden Jütlands, etwa drei Kilometer vor der Küste, einen Solarpark vom Entwickler European Energy A/S erworben.

mehr ...

Recht

Weiterbildungspflicht – ohne Ausreden!

Das Verwaltungsgericht Ansbach hatte sich mit der Frage zu beschäftigen, ob der Gesellschafter-Geschäftsführer einer Maklerin in Franken absolvierte Weiterbildungszeiten nachweisen muss. Dieser hatte versucht, sich u.a. wegen eines abgeschlossenen zweiten juristischen Staatsexamens dagegen zu wehren. Das Verwaltungsgericht hat die Klage abgewiesen. Ein Beitrag von Rechtsanwalt Jürgen Evers

mehr ...