BaFin warnt vor Online-Lernprogrammen zu Geldanlagen

BaFin Logo auf Briefbögen
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Die Finanzaufsicht BaFin rät aktuell zur Vorsicht bei Einladungen zu Online-Finanzakademien und Bildungsangeboten zu Geldanlagestrategien. Es seien "viele selbsternannte Experten unterwegs" und der Erfolg "äußerst fraglich".

Vor allem junge Erwachsene und Jugendliche erhalten aktuell verlockende Angebote, an Online-Finanzakademien oder exklusiven Lernprogrammen teilzunehmen, berichtet die Behörde. Das Versprechen: lernen, wie man Geld anlegt.

Die Anbieter haben der BaFin zufolge oft junge Erwachsene oder Minderjährige im Visier. Sie locken sie demnach in zweifelhafte Finanzakademien oder vermeintlich exklusive Lernprogramme – angeblich, um ihnen beizubringen, wie man erfolgreich Geld anlegt, zum Beispiel im Währungs- oder Kryptowerte-Markt.

„Die Versprechen sind blumig: schneller Reichtum und ein luxuriöser Lebensstil. Und das Ganze ohne Schulabschluss und ohne Arbeit“, so die BaFin. Gratis seien solche Angebote nicht: Online-Kurse, Lehrvideos, Apps, Workshops, physische Treffen oder GoLive-Sessions – das alles werde gegen eine monatliche Gebühr angeboten, die durchaus mehrere Hundert Euro betragen könne.

Finanzieller Erfolg „äußerst fraglich“

Dabei sei „äußerst fraglich“, ob sich der finanzielle Erfolg tatsächlich einstellt. Im Gegenteil: Es kann durchaus passieren, dass man Verluste macht, warnt die Behörde.

„Wie bei unseren Anlagetipps für soziale Medien gilt also auch hier: Schützen kann sich am besten, wer sich dessen bewusst und vorsichtig ist. Neben echten Kennern sind viele selbsternannte Experten unterwegs“, schreibt die BaFin. Wer seriös in Fragen der Geldanlage aktiv ist, erläutere in der Regel, wer er ist und worauf sich sein Fachwissen begründet. Sind die Akteure seriös, seien deren Angaben auch anhand anderer Quellen überprüfbar.

„Viele Follower, viele Likes und viele positive Kommentare sind dabei allein kein Gütesiegel. Sie sagen wenig bis nichts über die Seriosität oder Qualität eines Auftritts aus. Denn es ist leicht, diese Werte zu manipulieren“, so die Behörde.

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