15. November 2019, 15:23
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Digitale Patientenakte: 70 Prozent sind bereit, Daten zu teilen

Informationen über die eigene Gesundheit, Diagnosen und Therapien sind sensible Daten und müssen geschützt sein. Sie können aber auch helfen, neue Behandlungsmethoden zu entwickeln oder individuelle Gesundheitsangebote zu erstellen. Mehr als die Hälfte der selbst von einer Krankheit Betroffenen wäre bereit, die eigenen Patientendaten für diese Zwecke zu teilen. Das ergab eine  aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse.

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Dr. Hans Unterhuber, Vorstandsvorsitzender der SBK Siemens-Betriebskasse

Ebenso 43 Prozent der Gesunden. Werden zudem Aspekte wie individuelle Gesundheitsangebote, die Vereinfachung und Beschleunigung von Kommunikation zwischen Arzt und Krankenkasse sowie die Sicherheit bei Medikamenten und Therapien berücksichtigt, sind es rund 70 Prozent aller Befragten.

Ein weiteres Fazit: Mehr Aufklärung ist nötig, um Versicherten die Chancen der Digitalisierung im Gesundheitswesen weiter bewusst zu machen. Denn von einer höheren Bereitschaft, die eigenen Daten zu teilen, würden alle Versicherten profitieren. Umfrage: Versicherte erkennen konkreten Nutzen der Digitalisierung

Laut der repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag der SBK ist es 68 Prozent der gesetzlich Krankenversicherten wichtig, dass ihre Patientendaten geschützt sind. 56 Prozent der Befragten möchten ihre Daten nur weitergeben, wenn Datenmissbrauch ausgeschlossen ist.  

Dass die Weitergabe von persönlichen Daten keine negativen Konsequenzen nach sich zieht, ist für viele Versicherte eine wichtige Voraussetzung. 48 Prozent gaben an, dass sie mit der Verarbeitung ihrer Daten nur einverstanden wären, wenn dies keine Auswirkungen auf ihren Krankenversicherungsschutz hat – diese Zahl ist bei Kranken höher (58 Prozent bei erkrankten und 50 bei gesunden Befragten).

Deutlich wird auch: Finanzielle Vorteile spielen bei der Motivation, die eigenen Daten zu teilen, keine prominente Rolle. Nur rund 30 Prozent der Befragten verspricht sich Vorteile, etwa in Form von Boni. Grundsätzlich würde rund die Hälfte der gesetzlich Krankenversicherten ihre Patientendaten teilen.

44 Prozent, wenn damit Krankheiten geheilt werden können, ebenfalls 43 Prozent, wenn es der Sicherheit der eigenen Medikamente oder Therapien dient. 39 Prozent der Befragten würden einer Weitergabe zustimmen, wenn die Kommunikation mit Ärzten und Krankenkassen dadurch schneller und einfacher würde.

Auffällig ist der Unterschied in der Bereitschaft zwischen Gesunden und Kranken: Über 50 Prozent der Kranken sind bereit, ihre Daten zu teilen, wenn es um die Verbesserung von Forschung und individuellen Angeboten geht.

Bei Gesunden sind es nur 40 Prozent. „Es ist offensichtlich, dass Kranke den Nutzen von Digitalisierung eher erkennen, da sie oft am eigenen Leib erleben, welche Hürden es aktuell gibt“, sagt Dr. Hans Unterhuber, Vorstandsvorsitzender der SBK. „Bei Gesunden müssen wir stärker in die Aufklärung und Beweisführung gehen, um darzulegen, welchen konkreten Nutzen sie davon haben.“

Chancen der Digitalisierung nutzen

Unterhuber betont zudem die hohe Bedeutung des Datenschutzes: „Patientendaten müssen selbstverständlich bestmöglich geschützt werden, um Missbrauch jeder Art auszuschließen.“ Auch müssten Versicherte das Recht haben, der personalisierten Auswertung ihrer Daten zu widersprechen.

Die pseudonymisierte Auswertung jedoch biete ungeahnte Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebensqualität aller Menschen. „Wir müssen erkennen, welche Chancen die Digitalisierung für die Qualität im Gesundheitswesen und in der Forschung eröffnet”, so Unterhuber (dr)

 

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