31. März 2020, 16:25
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Coronavirus: Keine Angst wegen Halsweh

Trockener Husten, schmerzender Hals: Zwar kann eine Corona-Infektion sich so äußern. Doch das ist erstmal kein übermäßiger Grund zur Sorge, betont der Direktor der Klink für Infektiologie der Universität Essen. Was bei einem Ansteckungsverdacht mit Covid-19 zu tun ist.

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Das Coronavirus breitet sich nach wie vor in Deutschland aus. Wenn auch deutlich langsamer. Kratzen im Hals, trockener Husten oder Fieber führen bei vielen zu der bangen Frage: Bin ich erkrankt? Denn laut Robert-Koch-Institut (RKI) kann eine Infektion mit dem Virus unter anderem Symptome wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber hervorrufen.

Doch selbst wenn dahinter das Virus Sars-Cov-2 (Covid-19) stecken sollte, ist das kein Grund zu übermäßiger Sorge. „Die Wahrscheinlichkeit, dass es bei solchen Symptomen schwere Verläufe gibt, ist ganz klein“, beruhigt Oliver Witzke, Direktor der Klinik für Infektiologie der Universitätsmedizin Essen. „Das ist ja anders, als wenn man keine Luft kriegt. Da steht es ja außer Frage, dass man sich in medizinische Betreuung begibt.“

Ein Großteil der berichteten Covid-19-Erkrankungsfälle verliefen laut der Website Infektionsschutz.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) oder dem Robert-Koch-Institut mild. Teils kann Covid-19 – die von dem Erreger ausgelöste Erkrankung – aber deutlich schwerer verlaufen, etwa mit Atemproblemen oder Lungenentzündungen. Das ist laut RKI bei etwa 15 von 100 Infizierten der Fall. Und leider verläuft sie auch tödlich, wie die täglich steigenden Zahlen immer noch zeigen.

Laut RKI steigt das Risiko einer schweren Erkrankung ab 50 bis 60 Jahren stetig mit dem Alter an. Insbesondere ältere Menschen können, bedingt durch das weniger gut reagierende Immunsystem, nach einer Infektion schwerer erkranken (Immunseneszenz). Da unspezifische Krankheitssymptome wie Fieber die Antwort des Immunsystems auf eine Infektion sind, können diese im Alter schwächer ausfallen oder fehlen, wodurch Erkrankte dann auch erst später zum Arzt gehen.

Auch verschiedene Grunderkrankungen wie z. B. Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber, der Niere, Krebserkrankungen oder Faktoren wie Adipositas und Rauchen scheinen das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu erhöhen.

Was bei einem Ansteckungsverdacht zu tun ist

Beim Verdacht, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, gilt zunächst: Wer Kontakt zu Infizierten hatte, sollte sich unabhängig vom Auftreten von Symptomen umgehend bei seinem Gesundheitsamt melden. Gleiches gilt für Reisende aus Risikogebieten, bei denen Symptome auftreten. Das RKI bietet online eine Postleitzahlsuche an, um das zuständige Gesundheitsamt zu finden.

Alle anderen wenden sich bei verdächtigen Symptomen an das Amt oder den Hausarzt, der bei Verdacht auf Infektion mit dem Sars-CoV-2-Virus eine Laboruntersuchung veranlassen kann. Betroffene sollten vor dem Gang in die Praxis unbedingt dort anrufen – um nicht noch schlimmstenfalls andere anzustecken. (dpa-AFX/IhreVorsorge)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Hilfreich wäre es gewesen, die Postleitzahlsuche vom RKI zu verlinken.

    Kommentar von Edith — 6. April 2020 @ 10:45

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