16. März 2007, 00:00
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Mehr Wohnungsbau in Deutschland

In der Bundesrepublik ist die Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen im vergangenen Jahr erstmals seit 2003 wieder leicht gestiegen, zudem brauchen die Deutschen immer mehr Platz. Insgesamt wurde der Bau von 247.500 Wohnungen im Jahr 2006 genehmigt – 2,9 Prozent oder 7.000 Wohnungen mehr als im Vorjahr, meldet das Statistische Bundesamt, Wiesbaden.

Besonders gefragt waren Zwei- und Mehrfamilienhäuser: Hier stiegen die Baugenehmigungen um 6,6 Prozent beziehungsweise 7,0 Prozent an. Dagegen nahmen die Genehmigungen von Einfamilienhäusern um 0,8 Prozent gegenüber dem Jahr 2005 ab.

Zugleich ist die durchschnittliche Pro-Kopf-Wohnfläche 2006 auf den neuen Höchststand von 41,6 Quadratmetern angestiegen. 2005 hatte sie noch bei 41,2 und 2004 bei 40,8 Quadratmetern gelegen. An der Spitze der durchschnittlichen Wohnfläche pro Bundesbürger stehe unverändert das Saarland mit 47,3 Quadratmetern. Der Anstieg lag damit in den letzten Jahren relativ konstant bei knapp einem halben Quadratmeter pro Jahr. Dies ergaben aktuelle Berechnungen des ifs Städtebauinstituts in Berlin.

Allerdings, nicht größere Neubauten, sondern schrumpfende Haushalte sind der Grund dieser Entwicklung. ?Die schrumpfende Haushaltsgröße hat ? neben dem Neubauboom Mitte der 90er Jahre ? maßgeblich mit zu dieser Entwicklung beigetragen. Zu Beginn der 90er Jahre bestand der durchschnittliche Haushalt aus 2,27 Personen, zuletzt waren es nur noch 2,10 Personen. Die Haushalte machen sich zunehmend im Bestand breit?, stellt Dr. Stefan Jokl, Leiter des ifs, klar.

Zwischen Ost- und Westdeutschland habe sich die Annäherung ? wenn auch verlangsamt ? weiter fortgesetzt. Während 1989, also vor der Wiedervereinigung, westdeutschen Bundesbürgern mit 36,7 Quadratmetern 9,3 Quadratmeter mehr Wohnfläche pro Einwohner zur Verfügung gestanden hätten als ostdeutschen Bürgern mit 27,4 Quadratmetern, habe sich der Unterschied bis 2006 bei 42,2 Quadratmetern in Westdeutschland und 38,9 Quadratmetern in Ostdeutschland auf nur noch 3,3 Quadratmeter reduziert.

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