CBRE: Öffentliche Hand wirft Immobilien auf den Markt

Die Immobilienverkäufe der öffentlichen Hand werden aufgrund der Finanzkrise zunehmen. Dass sich die öffentlichen Haushalte unter erhöhtem Verkaufsdruck befinden, belegt eine aktuelle Studie, die der internationale Immobilienmakler CB Richard Ellis (CBRE) unter anderem in den Ländern Frankreich, Deutschland, Griechenland und Großbritannien durchgeführt hat.

So habe die britische Regierung bereits angekündigt, sich in den kommenden zehn Jahren von Immobilien im Wert von bis zu rund 20 Milliarden britischen Pfund (entspricht rund 23 Milliarden Euro) zu trennen. Auch andere Regierungen ziehen einen Verkauf von staatlich gehaltenen Immobilien in Betracht. CBRE geht davon aus, dass die Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten zu einem Trend wird.

„Durch die Finanzkrise weisen viele öffentliche Haushalte hohe Defizite aus. Neben einer weiteren Kreditaufnahme ist der Verkauf von Immobilienbeständen eine Option, die gegenwärtig in vielen Ländern in Erwägung gezogen wird“, erklärt Jan Linsin, CBRE-Head of Research. So könnten die sich aus Konjunkturprogrammen, Beihilfen und sinkenden Steuereinnahmen ergebenden Herausforderungen für die öffentlichen Kassen abgemildert werden.

Die Immobilienverkäufe der öffentlichen Hand sind laut CBRE bereits in den vergangenen Jahren sprunghaft gestiegen. Während in den Jahren 2006 bis 2008 Immobilien im Wert von rund 16 Milliarden Euro veräußert wurden, waren es im Zeitraum 2003 bis 2005 nur rund vier Milliarden.

Durch die gegenwärtige Finanzkrise dürfte sich dieser Trend, so CBRE, nun weiter verstärken. Dabei werde sich der Fokus nicht nur auf Büro- und Verwaltungsgebäude beschränken, sondern auch Infrastrukturprojekte und öffentliche Versorgungseinrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser umfassen. (hb)

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