Patrizia: Verluste trotz Lebenszeichen in der Privatisierung

Die Patrizia Immobilien AG bleibt mit ihren für das zweite Quartal 2009 veröffentlichten Zahlen im Minus. Für das Gesamtjahr haben die Augsburger ihre Prognose eines positiven operativen Ergebnisses allerdings bestätigt.

Das Ergebnis der Patrizia Immobilien AG vor Zinsen und Steuern belief sich laut Unternehmensangaben im zweiten Quartal auf zehn Millionen Euro. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses von minus 35,9 Millionen habe das nach IFRS ermittelte Vorsteuerergebnis (EBT) des ersten Halbjahres 2009 bei einem Minus von 15,5 Millionen Euro gelegen. Dabei sei aber zu berücksichtigen, dass das Ergebnis 2009 um Bewertungseffekte in Höhe von 8,3 Millionen Euro belastet sei. Das um diese Effekte bereinigte operative Ergebnis für das zweite Quartal 2009 liege bei minus 7,2 Millionen Euro.

Silberstreif Privatisierung

Allerdings gebe auch Positives zu vermelden: Im Einzelverkauf an Mieter, Selbstnutzer und Kapitalanleger konnten laut der Patrizia im zweiten Quartal 2009 147 Wohneinheiten veräußert werden. Im Vergleich zum ersten Quartal entspreche dies einer Steigerung von 33,6 Prozent. Insgesamt hätten trotz des weiterhin schwierigen Marktumfeldes im Rahmen von Einzelprivatisierungen 257 Wohnungen verkauft werden können – allerdings ohne Blockverkäufe wie noch im Vorjahr. Die Umsatzerlöse aus der Privatisierung seien damit um 10,9 Prozent gestiegen.

Laut Prognose der Augsburger soll es dort in den kommenden Monaten zu einer weiteren Marktbelebung kommen. „Die Zunahme der Beurkundungen in den vergangenen Wochen stimmt uns zuversichtlich, dass die Zahl der verkauften Wohnungen in der Privatisierung innerhalb der zweiten Jahreshälfte weiter anziehen wird“, so Wolfgang Egger, Vorstandsvorsitzender der Patrizia Immobilien AG. „Die bereits notarisierten Wohnungskäufe werden großteils erst im dritten und vierten Quartal ergebniswirksam und spiegeln sich daher noch nicht in den Zahlen zum Halbjahr wider. Hinsichtlich der Blockverkäufe rechnen wir innerhalb der nächsten zwölf Monate mit einer deutlichen Belebung des Transaktionsgeschäfts.“

Festhalten an Positiv-Prognose

Entsprechend bestätigt das Unternehmen seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr: „Sofern sich der zum Halbjahr feststellbare Trend fortsetzt, gehen wir davon aus, das Geschäftsjahrmit einem positiven operativen Ergebnis abzuschließen“, so Egger. (te)

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