30. Mai 2011, 15:16
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Verkauf in London: Degi International füllt die Kasse

Der eingeforene offene Immobilienfonds “Degi International” aus dem Hause Aberdeen kämpft um die Wiederöffnung. Um die Liquidität zu erhöhen, wurde ein Londoner Büroobjekt aus dem knapp 1,6 Milliarden Euro schweren Portfolio für umgerechnet 69,2 Millionen Euro an einen institutionellen Investor veräußert.

Alder-castle-london in Verkauf in London: Degi International füllt die Kasse

Objekt "Alder Castle"

Der Verkaufserlös liegt damit leicht unter dem von Sachverständigen ermittelten Verkehrswert. Bei dem verkauften Objekt handelt es sich um das Bürogebäude „Alder Castle“ in der Noble Street. Es wurde im November 2003 für den Degi International erworben. Die Büroflächen des 1999 erbauten Gebäudes umfassen 8.620 Quadratmeter und sind Aberdeen zufolge vollständig vermietet.

Durch die Transaktion erhöht sich die Liquiditätsquote des Degi International um 2,0 auf aktuell 11,2 Prozent. Damit kommt der Fonds dem erklärten Ziel einer Beendigung der Rücknahmeaussetzung spätestens zum 16. November 2011 ein Stück näher. Weitere Verkäufe von Immobilien des noch 37 Objekte umfassenden Portfolios seien in Vorbereitung, so Aberdeen. Um sich für eine Wiederöffnung zu rüsten, streben offene Immobilienfonds in der Regel eine Liquiditätsquote von etwa 30 Prozent an.

Im November wird geöffnet – oder abgewickelt

Aberdeen-Deutschland-Chef Dr. Hartmut Leser verteidigt indessen die Qualität des zuletzt von der Ratingagentur Scope kritisch bewerteten Fonds: “Im Gegensatz zu dem Eindruck, der gelegentlich in der Presse erweckt wird, ist das Immobilienportfolio gut aufgestellt. Sowohl die geografische Streuung als auch die wirtschaftliche Altersstruktur und die Größenklassen-Struktur können sich im Branchenvergleich sehr gut sehen lassen.” Auch die Vermietungsquote liege mit 96,1 Prozent auf einem “ausgesprochen erfreulichen” Niveau.

Der Degi International wurde im Februar 2003 aufgelegt und investiert vorrangig in europäische Gewerbeimmobilien. Wie ein Dutzend weiterer offener Immobilienfonds, wurde er erstmal Ende Oktober 2008 von der Anteilsrücknahme ausgesetzt. Nach zwischenzeitlicher Öffnung Anfang 2009 ist der Fonds seit Ende Oktober 2009 durchgehend auf Eis gelegt und muss es bis November schaffen, die Weichen für die Wiederöffnung zu stellen, um nicht liquidiert zu werden.

Für den Aberdeen-Großanleger-Immobilienfonds “Degi Global Business” gelten die selben Bedingungen. Der Schwesterfonds Degi Europa hat den Kampf um die Wiederöffnung bereits verloren und wurde im Herbst vergangenen Jahres in die Abwicklung geschickt. (hb)

Foto: Jones Lang LaSalle

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Nach Bundestag stimmt auch Bundesrat für die Grundrente

Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat der Grundrente zugestimmt, durch die kleine Renten von rund 1,3 Millionen Menschen aufgebessert werden sollen.

mehr ...

Immobilien

Trotz Corona ins Eigenheim: Was Immobilieninteressenten jetzt beachten sollten

Das eigene Zuhause ist wichtiger denn je: Selten zuvor waren die Menschen so viel zuhause wie jetzt in der Corona-Krise. Die eigenen vier Wände sind für viele zum Schutzraum geworden. Hier verbringen sie Zeit mit der Familie, arbeiten im Home-Office oder bringen ihren Kindern Mathe und Deutsch bei. „Die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen des Alltags hat in vielen Menschen den Wunsch nach Wohneigentum gestärkt“, sagt Roland Hustert, Geschäftsführer der LBS Immobilien NordWest.

mehr ...

Investmentfonds

Ermittlungen gegen Wirecard-Manager auch wegen Untreueverdachts

Im Skandal um fehlende Milliarden beim Dax-Konzern Wirecard ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft nach Informationen der “Süddeutschen Zeitung” nun auch wegen Untreueverdachts gegen den Ex-Vorstandschef und weitere Manager.

mehr ...

Berater

Soli-Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwägt Soli-Ersparnis in Altersvorsorge zu investieren

Willkommener Geldsegen für eine finanziell selbstbestimmte Zukunft: Die Deutschen begrüßen die „Soli-Abschaffung“ und erwägen die Ersparnis für die eigene Altersvorsorge einzusetzen. Das geht aus einer von Swiss Life Select in Auftrag gegebenen repräsentativen YouGov-Studie mit 2.048 Personen hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Immer weniger Deutsche wollen reich werden

Nur noch eine knappe Mehrheit der Deutschen findet es erstrebenswert, reich zu sein. Gleichzeitig werden die Chancen auf ein hohes Vermögen immer schlechter eingeschätzt – auch wegen Corona. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK für die “4. Reichtumsstudie” des Private-Equity-Spezialisten RWB Group.

mehr ...

Recht

Wirecard-Skandal – Wirtschaftsprüfer im Auge des Sturms

Der Bilanzskandal um den mittlerweile insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard hat Anleger Milliarden gekostet. Mittlerweile steht auch der zuständige Wirtschaftsprüfer EY im Fokus. Der Prozessfinanzierer Foris AG arbeitet mit führenden Bank- und Kapitalrechtskanzleien an gemeinsamen Lösungen.

mehr ...