22. Oktober 2010, 10:10
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Knockout: Degi Europa kommt nicht mehr auf die Beine

Der seit rund zwei Jahren von der Rücknahme der Anteilsscheine sowie seit gut einem Jahr auch von der Ausgabe ausgesetzte offene Immobilienfonds (OIF) Degi Europa wird aufgelöst. Das teilt die Kapitalanlagegesellschaft Aberdeen Asset Management Deutschland mit.

Ausgeknockt-knock-out in Knockout: Degi Europa kommt nicht mehr auf die Beine

Damit geht innerhalb von nur vier Wochen nach dem Kanam US-Grundinvest bereits der zweite OIF in die Liquidierung. Die von Branchenexperten erwartete Marktbereinigung nimmt somit Fahrt auf.  Als weiterer Kandidat für eine Abwicklung wird der P2 Value von Morgan Stanley gehandelt.

Mit dem 38 Jahre alten Degi Europa wird ein Klassiker unter den OIFs in Deutschland aufgelöst. Der US-Grundinvest galt in Fachkreisen eher als Nischenprodukt. Noch bis vor kurzem hatte Aberdeen angestrebt, den Degi Europa bis zum 30. Oktober – den durch das Investmentgesetz vorgeschriebenem Termin – wieder zu öffnen.

Nach eingehender Prüfung, so die Kapitalanlagegesellschaft, könne aber nicht garantiert werden, dass die Liquidität von über 30 Prozent für die Bedienung der Rückgabewünsche ausreicht. Dies sei unter anderem auf das angespannte Marktumfeld zurückzuführen: Neben der Auflösung des US-Grundinvest haben in den vergangenen Wochen zwei weitere Fonds (ein offener Immobilienfonds und ein Dachfonds, der überwiegend in offene Immobilienfonds investiert) vorübergehend die Anteilscheinrücknahme ausgesetzt.

Laut Aberdeen spielt ebenfalls eine Rolle, dass seit Schließung des Fonds Anteile im Wert von knapp 400 Millionen Euro zu überdurchschnittlichen Abschlägen an der Börse gehandelt wurden. So habe das Fondsmanagement davon ausgehen müssen, dass diese Börseninvestoren bei Öffnung des Fonds ihre Anteile zur Rückgabe vorlegen würden, um dann vom Handelsgewinn zu profitieren.

Seite 2: Wie Aberdeen Anleger auszahlen will

Weiter lesen: 1 2 3

1 Kommentar

  1. Diese Meldung ist ja wohl ein ganz alter Hut!

    Kommentar von J.Reichert — 25. Januar 2012 @ 09:19

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Versicherung gegen Betriebsschließung: “Keine unbedachten Entscheidungen treffen”

Im Rahmen des jüngsten Streits um das Thema Betriebsschließungsversicherungen zwischen Versicherern und Versicherten, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, nehmen Stephan Michaelis und Boris-Jonas Glameyer von der Kanzlei Michaelis aus Hamburg Stellung.

mehr ...

Immobilien

Covid-19: Die Folgen für Bauzinsen, Immobilienkäufe und Anschlussfinanzierungen

Durch die Covid-19-Pandemie stellen sich Fragen, die sich noch vor wenigen Monaten niemand hätte vorstellen können. Sichere Antworten und vor allem langfristige Prognosen sind derzeit kaum möglich. Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender von Dr. Klein, ordnet die neuesten Entwicklungen ein und beantwortet Fragen zur aktuellen Situation.

mehr ...

Investmentfonds

Japanische Aktien trotzen der Corona-Krise

Der japanische Aktienmarkt zeigt sich trotz Coronakrise erstaunlich robust. Dan Carter und Mitesh Patel, Fondsmanager für japanische Aktien bei Jupiter Asset Management, mt ihren Einschätzungen.

mehr ...

Berater

Zahlungsnot durch Corona: So sparen Versicherte jetzt Kosten

Die Corona-Krise versetzt viele Menschen in Zahlungsprobleme. Einige Versicherer reagieren mit Kulanzregeln und Sonderlösungen. Die besten Tipps: So sparen Versicherte jetzt Kosten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsches Solar-Unternehmen Hep kauft US-Projektentwickler

Der Entwickler von Solarparks und Fondsanbieter Hep aus Güglingen kauft den US-amerikanischen Projektentwickler Peak Clean Ernergie mit einer Projektpipeline von mehr als 4.000 Megawatt – inklusive 400 Megawatt Projekte nahe Baureife. Zugriff darauf hat zunächst ein aktueller Hep-Spezialfonds.

mehr ...

Recht

Sozialverband VdK fordert kurzzeitige Vermögensabgabe

Die Bundesregierung hat ein erstes Hilfspaket verabschiedet. Es soll die Folgen der Corona-Krise für die Bevölkerung, den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft auffangen. Nach Einschätzung des Sozialverbands VdK wird es nicht ohne weitere Hilfen gehen. Vor allem Beschäftigte, Familien und Menschen mit Behinderung brauchen mehr Unterstützung.

mehr ...