8. März 2011, 09:36
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zensus 2011: Zwei Drittel der Immobilienbesitzer wissen zu wenig über ihre Auskunftspflicht

Im Rahmen der bundesweiten Volkszählung Zensus 2011 wird eine Gebäude- und Wohnungszählung durchgeführt. Zwei Drittel der Wohnraumeigentümer fühlen sich jedoch nicht gut über ihre Auskunftspflicht informiert; vielen ist die Tatsache sogar gänzlich unbekannt. Das ist Ergebnis einer Umfrage des Online-Portals Immobilienscout 24.

Frage-127x150 in Zensus 2011: Zwei Drittel der Immobilienbesitzer wissen zu wenig über ihre AuskunftspflichtBei der Umfrage gaben ganze 31 Prozent der Teilnehmer an, dass ihnen die ab dem 9. Mai durchgeführte flächendeckende Gebäude- und Wohnungszählung komplett neu sei. Ein weiteres Drittel (35 Prozent) der Befragten habe zwar schon davon gehört, wisse aber nichts Genaues zu der bevorstehenden Befragung. Der Zensus sieht allerdings vor, dass die Wohnraumbesitzer detaillierte Auskünfte über das Baujahr ihres Heims, die Zahl der Wohnungen, die Heizungsart und die Eigentumsverhältnisse mache müssen. Auch Fragen zur Nutzfläche, Anzahl der Zimmer und zu eventuellem Leerstand müssen beantwortet werden. Nur jeder Dritte fühlt sich laut der Erhebung über den Zensus ausreichend informiert.

Die Meinungen über die unfreiwillige Befragung driften in der Befragung weit auseinander: Während 36 Prozent der Befragten das Vorgehen in Ordnung finden, solange die Daten vertraulich behandelt werden, ist jeder Fünfte komplett gegen die Befragung und fühlt sich in seiner Privatsphäre verletzt. Ein Viertel der Eigentümer hätte sich gewünscht, dass die Angaben freiwillig sind.

Nichtsdestotrotz werden gemäß der Untersuchung die meisten Wohnraumbesitzer (62 Prozent) ihrer Auskunftspflicht nachkommen. Obwohl bei einer Nichtteilnahme mit Sanktionen zu rechnen ist, gab jeder Dritte an, sich noch nicht sicher zu sein, ob er die Details über sein trautes Heim preisgeben wird. Nur sehr wenige wissen bereits jetzt, dass sie ihre Teilnahme verweigern und dafür alle Konsequenzen in Kauf nehmen.

Für die Studie befragte das Marktforschungsinstitut Innofact 1.044 Eigentümer von Wohnimmobilien im Auftrag von Immobilienscout 24. Die Befragung wurde im Februar 2011 durchgeführt und ist repräsentativ hinsichtlich Alter und Geschlecht der Umfrageteilnehmer. (te)

Foto: Shutterstock

2 Kommentare

  1. […] cash-online.de – Zensus 2011: Zwei Drittel der Immobilienbesitzer wissen zu wenig über ihre Auskunftspflicht […]

    Pingback von Volkszählung nennt sich jetzt Zensus 2011 — 2. April 2011 @ 21:06

  2. Das stimmt!
    Die Stadt bzw. Gemeinde müsste mal die Bürger informieren. Und zwar icht mal schnell ins AMtsblatt reinschreiben.
    Bei einer so einmaligen Sahe, könnte die Gemeinde die Wohneigentümer ruhig mal vorher anschreiben!

    Kommentar von Onassis — 8. März 2011 @ 20:32

Ihre Meinung



 

Versicherungen

“Unsere Wettbewerber sind heute Google, Amazon und Co.”

Im Rahmen des 2. Digital Day, veranstaltet durch Cash., sprachen wir mit dem Vertriebsvorstand der DFV Deutschen Familienversicherung, Stephan Schinnenburg, über den digitalen Transformationsprozess der Versicherungsbranche, die Strategien der DFV und die Wünsche der Vermittler und Kunden in Sachen Antragsprozess und Leistungsabwicklung. Der Talk im Video

mehr ...

Immobilien

Auch ohne Eigenkapital zum Traumhaus?

Noch nie waren die Zinsen so niedrig wie zurzeit und viele Deutsche möchten sich die günstigen Konditionen sichern – auch ohne Eigenkapital. Doch so verlockend eine Vollfinanzierung klingt, zukünftige Eigenheimbesitzer müssen bei dieser Variante auch die Nachteile berücksichtigen.

mehr ...

Investmentfonds

Erster regulierter Handelsplatz für digitale Assets

Nach dem Start des Handels für ausgewählte Nutzer im September steht die Digital Exchange der Börse Stuttgart (BSDEX) nun allen Interessierten in Deutschland offen. An Deutschlands erstem regulierten Handelsplatz für digitale Vermögenswerte können die Nutzer aktuell Bitcoin gegen Euro handeln, weitere digitale Assets sollen hinzukommen.

mehr ...

Berater

Schweizer Verwahrer für “Kryptowerte” will nach Deutschland

Die Crypto Storage AG aus Zürich will eine eigene Präsenz in Deutschland aufbauen und kündigt an, eine Lizenz als “Kryptowerteverwahrer” für digitale Werte wie Bitcoin beantragen zu wollen. Hintergrund sind die neuen gesetzlichen Regelungen in Deutschland ab 2020.

mehr ...

Sachwertanlagen

Wealthcap erwirbt Mixed-Use-Immobilie in Dresdner Zentrum

Der Asset Manager Wealthcap hat die gemischt genutzte Immobilie „Haus am Postplatz” in Dresden mit einer Gesamtmietfläche von mehr als 18.000 Quadratmetern erworben.

mehr ...

Recht

Neues Urteil: Vorsicht bei “Service Calls”

“Service Calls“ eines Versicherungsmaklers können unzulässige Werbung sein. Auf ein entsprechendes Urteil des OLG Düsseldorf vom 19. September 2019 (Az.: 15 U 37/19) hat nun die Rechtsanwaltskanzlei Wirth hingewiesen.

mehr ...