Anzeige
20. Juli 2012, 14:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Family Offices setzen verstärkt auf Immobilien

Family Offices ist es gelungen, vergleichsweise sicher durch die Finanzkrise zu steuern. 80 Prozent verzeichneten in den Jahren nach der Finanzkrise keine Liquiditätsengpässe. Als eigenkapitalstarke Investoren stehen dabei Immobilien immer stärker im Vordergrund ihrer Investmentallokation.

Gastkommentar von Dr. Markus Kolodziej, EBS Business School

Anlageimmobilien

Bislang ist über Family Offices und ihr Investitionsverhalten relativ wenig bekannt, beispielsweise welche strategische Rolle Immobilien in der Vermögensallokation spielen. Die meisten Kunden von Family Offices bringen dreistellige Millionenvermögen mit, zeigt die Studie „Mythos Family Office 2010“, eine Umfrage unter 64 Family Offices primär in Deutschland und der Schweiz, die das Bayerische Finanzzentrum 2010 gemeinsam J.P. Morgan Asset Management erstellt hat. Unter den Teilnehmern finden sich zu einem Drittel Single Family Offices und zu rund zwei Dritteln Multi Family Offices. Von den betreuten Vermögen im Untersuchungssample sind rund ein Zehntel kleiner als 300 Millionen Euro, rund ein Viertel zwischen einer und drei Milliarden Euro und ein weiteres Zehntel über drei Milliarden Euro groß. Den größten Anteil haben mit 40,6 Prozent Vermögen zwischen 300 Millionen und einer Milliarde Euro.

Family Offices erfüllen ein breites Anspruchsspektrum der von Banken oft als Ultra High Net Worth Individuals (UHNWI) bezeichneten, sehr vermögenden Privatpersonen bzw. Familienverbände. In Bezug auf die betreuten Vermögensvolumina ähneln die Prozesse der Investitionsberatung und der Vermittlung von Investmentprodukten denen von institutionellen Investoren wie Pensionskassen oder Versicherungsgesellschaften. Im Jahr 2009 gab es weltweit ca. 93.000 UHNWI, definiert mit einem zu investierenden Vermögen von über 30 Millionen US-Dollar, als potenzielle Zielkunden für Family Offices, davon 36.300 in Nord Amerika, 20.700 in Europa, 19.600 im asiatisch-pazifischen Raum, 10.700 in Latein Amerika, 3.600 im Mittleren Osten und 2.000 in Afrika. In Deutschland wird die Anzahl auf ca. 6.000 UHNWI geschätzt. Dabei hat die Anzahl der UHNWI nach Angaben des Gapgemini World Wealth Report 2011 im Jahr 2010 um 10,2 Prozent zugenommen und macht damit zwar lediglich 0,9% der Gesamtanzahl der High Net Worth Individuals aus (mit einem zu investierenden Vermögen von über einer Million US-Dollar) repräsentiert aber 36,1% des Gesamtvermögens der Gruppe der HNWI.

Die Professionalität von Family Offices zeigt sich nicht zuletzt darin, dass mit 82,8 Prozent der Befragten in der genannten Studie („Mythos Family Offices“) ein Großteil der Family Offices eine strategische Asset Allocation bereits etabliert hat. Insgesamt liegen dabei die langfristigen Renditeerwartungen für die Gesamtvermögen der Family Offices zwischen 5 und 10 Prozent. Im Ländervergleich sind die Renditeerwartungen in Deutschland etwas konservativer als in der Schweiz sowie den anderen Ländern.

Weiter lesen: 1 2 3

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Digitalisierung: “Technische Infrastruktur wird Erfolgsfaktor”

Die Digitalisierung stellt Versicherer und Vertriebe vor enorme Herausforderungen. Denn neben dem Aufbau neuer IT-Strukturen oder effizienter Backend-Prozesse geht es auch um Prozesse zur Digitalisierung des Vertriebs und der Kundenbetreuung.

mehr ...

Immobilien

Brände zerstören Teile Kaliforniens – auch Thomas Gottschalks Haus betroffen

Gewaltige Brände im Norden und Süden Kaliforniens haben Hunderte Quadratkilometer Wald vernichtet und Tausende Häuser zerstört. Nach Angaben des kalifornischen Feuerwehrverbands CPF mussten rund 250.000 Menschen vor den Flammen fliehen. Auch die Häuser zahlreicher Prominenter sind betroffen.

mehr ...

Investmentfonds

Ölpreise steigen wieder

Nach den Verlusten der vergangenen Wochen, ziehen die Ölpreise wieder an. Das liegt unter anderem an dem knapperen Angebot. Ob die Opec-Mitglieder ihre Fördermenge in nächster Zeit reduzieren, ist unentschieden. Russland und Saudi-Arabien sind unterschiedlicher Meinung.

mehr ...

Berater

Bundesregierung warnt Banken vor hartem Brexit

Die Bundesregierung mahnt die Finanzbranche, sich trotz jüngster Lichtblicke bei den Brexit-Verhandlungen auf einen möglichen ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU einzustellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

INP kauft drei weitere Pflegeheime

Die INP-Gruppe aus Hamburg hat drei Pflegeeinrichtungen der Wolf-Gruppe aus Eschwege, Hessen, übernommen. Zwei der drei Immobilien wurden für den offenen Spezial-AIF “INP Deutsche Pflege Invest” erworben, die dritte für einen Publikumsfonds.

mehr ...

Recht

PRIIP und die UCITS-KIID: Fallstricke in der Umstellung?

Das ifa-Ulm sieht bei der Umstellung von UCITS-KIID zu PRIIP-spezifischen Angaben neue Herausforderungen auf die Versicherer zukommen. Denn gerade beim Umgang mit laufenden Jahresbeiträgen liefern die technischen Regulierungsstandards keine klaren Vorgaben.

 

mehr ...