27. September 2013, 09:24
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bürovermietungsmärkte in Asien kühlen sich ab

Erstmals seit 2009 haben sich die Bürovermietungsmärkte im asiatisch-pazifischen Raum 2013 abgekühlt. Das langsamere Wachstum in China und die Spekulationen um die Reduzierung des Anleihekaufprogramms in den USA haben sich auf viele Vermietungsmärkte ausgewirkt.

Japan-255x300 in Bürovermietungsmärkte in Asien kühlen sich ab

In Japan dürften die Büromieten durch die Auswirkungen der “Abenomics” wieder steigen.

Die internationale Immobilienberatung Knight Frank berichtet dagegen von robusten Investmentaktivitäten in der Region: der Käuferwettbewerb um die besten Objekte ist hoch, und so haben die Spitzenrenditen in den meisten Märkten weiter nachgegeben.

Topmieten in Shanghai gehen zurück

In Peking, Kanton und Schanghai haben sich die Topmieten für beste Büroflächen im ersten Halbjahr 2013 reduziert. Von der abgeschwächten Wirtschaft in China ist auch Australien betroffen.

So haben sich in den wichtigsten australischen Geschäftszentren sowohl die effektiven Mieten für hochwertige Flächen in erstklassiger Lage verringert als auch die Leerstandsraten auf den Bürovermietungsmärkten erhöht.

Wachstumschancen in Japan und Indien

Nach zwei Quartalen starken Wachstums haben die Vermietungsumsätze in Japan im zweiten Quartal 2013 etwas abgeebbt. Knight Frank geht davon aus, dass die Mieten in den nächsten zwölf Monaten durch die Auswirkungen der „Abenomics“ und der anhaltenden Nachfrage nach erdbebensicheren Bürohäusern in Bestlagen wieder anziehen werden.

Auch in Indien sieht die internationale Immobilienberatung Wachstumschancen. In der indischen Republik hat die Wirtschaft gegenüber 2012 wieder etwas an Fahrt gewonnen. Die Leerstände an den Büromärkten sind per Ende Juni 2013 gesunken und die Mieten stabil geblieben.

Spitzenmieten in Jakarta wachsen

Jakarta hebt sich mit einem Gewinn von 25,5 Prozent bei den Spitzenmieten im ersten Halbjahr 2013 deutlich von den anderen Büromärkten im asiatisch-pazifischen Raum ab.

Die beiden Giganten der Region, China und Indien, wollen die meisten Neubauten auf den Markt bringen. Schanghai wies in den letzten zehn Jahren die höchste Nettoabsorption in der Region auf.

Die vorliegenden Pläne für Neubauten in der Metropole werfen indes die Frage auf, ob nicht in einigen Lagen ein Überangebot entstehen wird.

Investitionsvolumen leicht abgeschwächt

Das Investmentvolumen an den gewerblichen Immobilienmärkten im asiatisch-pazifischen Raum summierte sich im ersten Halbjahr 2013 auf 57,9 Milliarden US-Dollar.

Damit liegt es 1,8 Prozent unter dem Wert des ersten Halbjahres 2012, hat aber gegenüber dem zweiten Halbjahr 2012 um 9,6 Prozent zugelegt. Die höchsten Umsätze erzielte Japan, gefolgt von Australien, Hongkong, China und Südkorea.

Die Spitzenrenditen sind in den meisten Märkten des asiatisch-pazifischen Raums im ersten Halbjahr 2013 gesunken, da die Nachfrage nach besten Objekten in erstklassigen Lagen bei geringem Angebot hoch ist.

Die Renditen für zweitklassige Objekte, in denen die Bonität der Mieter eher als riskant bewertet wird, sind in den meisten Märkten stabil geblieben. (mh)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Munich Re fürchtet starke Hurrikan-Saison im Atlantik

Die bevorstehende Hurrikansaison im Nordatlantik wird in diesem Jahr nach Einschätzung von Geowissenschaftlern vermutlich heftiger als üblich ausfallen. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wären schwere Sturmtreffer auf Land besonders problematisch, warnte der weltgrößte Rückversicherer Munich Re am Freitag.

mehr ...

Immobilien

Nach Neuregelung der Maklercourtage: Forderung nach Sachkundeprüfung für Makler

Durch die Neuregelung der Maklerprovision ist eine Steigerung der Qualität und Professionalisierung der Maklerbranche zu erwarten. Dazu gehört nach Meinung von Re/Max Germany auch ein Examen noch Meisterbrief die für den Maklerberuf bislang nicht nötig seien.

mehr ...

Investmentfonds

Wie wahrscheinlich sind negative Zinssätze?

Negative Zinssätze sind wieder in den Schlagzeilen. Die Märkte haben begonnen, die Chance einzupreisen, dass sowohl die US-Notenbank als auch die Bank of England gezwungen sein werden, die Zinsen zu senken und die Nullgrenze zu durchbrechen, um ihre Wirtschaft zu stützen und den wachsenden disinflationären Druck auszugleichen. Aber wie wahrscheinlich ist dies und warum wird jetzt darüber gesprochen? Ein Kommentar von Colin Finlayson, Co-Manager des Kames Strategic Global Bond Fund

mehr ...

Berater

Corona: KI als Sofortsicherheit für Soforthilfe

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sorgen dafür, dass die digitale Transformation an Fahrt aufnimmt. Daraus ergeben sich aber auch neuartige Problemstellungen. Die Betrugsversuche bei den online zu beantragenden Corona-Hilfen zeigen in beispielhafter Weise, welche das sind und wie sie zu lösen wären. Gastbeitrag von Frank S. Jorga, WebID Solutions

mehr ...

Sachwertanlagen

Bisher kaum Corona-Prospektnachträge bei Publikums-AIFs

Nur drei Prospekte von geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger, die vor der Corona-Krise aufgelegt wurden und sich noch in der Platzierung befinden, wurden bislang durch spezielle Risikohinweise zu den möglichen Folgen der Pandemie ergänzt.

mehr ...

Recht

BVDW sieht Gefahr eines „Digitalen Lockdown“

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sein Urteil im Fall Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die Planet49 GmbH gesprochen. Demnach reicht eine bereits vorangekreuzte Checkbox nicht aus, um den Anforderungen an eine Einwilligung beim Setzen von Cookies zu entsprechen. Dies war zu erwarten. Der BGH hat aber nicht eindeutig darüber entschieden, ob prinzipiell eine Einwilligung des Nutzers für den Einsatz von Cookies zur Erstellung von Nutzerprofilen für Zwecke der Werbung oder Marktforschung  erforderlich ist.

mehr ...