10. Dezember 2014, 10:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Gewerbeimmobilien: Dynamik setzt sich fort

Die Investorennachfrage nach europäischen Gewerbeimmobilien war in 2014 hoch, so das Immobilienberatungsunternehmen Catella in einem aktuellen Marktbericht. Diese Entwicklung werde sich auch in 2015 fortsetzen.

Gewerbeimmobilienmarkt Europa

London steht traditionell hoch in der Gunst außereuropäischer Investoren.

Nach Aussage von Catella haben die gewerblichen Immobilienmärkte in Europa in den vergangenen drei Jahren eine hohe Dynamik gezeigt, die ihren derzeitigen Höhepunkt in 2014 fand. Das geht aus dem Marktreport “Catella Market Indicator Office 2014/2015” hervor.

Insgesamt sei an den 32 analysierten europäischen Immobilienmärkten für 2014 mit einem Transaktionsumsatz von circa 50 Milliarden Euro zu rechnen, was einer Steigerung um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr entspreche.

Investitionen aus Asien und dem Nahen Osten legen zu

Mehr Kapital denn je findet aktuell seinen Weg nach Europa, so Catella, neue Kapitalquellen aus dem asiatischen Raum und dem Mittleren Osten seien mit rund zehn Prozent an den europäischen Transaktionen direkt beteiligt.

“Bis 2013 war diese Kapitalallokation traditionell auf London und Paris fokussiert, im laufenden Jahr lassen sich gleichwohl erste bedeutende Investitionen auch an anderen europäischen Märkten feststellen – Frankfurt, Madrid, Brüssel”, erläutert Dr. Thomas Beyerle, Managing Director und Head of Research der Catella Group.

Deutschland gilt als Safe Haven

Spanien steht laut Catella besonders im Blickpunkt opportunistischer Investoren. Als sicherster Investitionsstandort werde nach wie vor Deutschland angesehen. Auch Skandinavien biete gute Investitionschancen. Die baltischen Staaten ständen besonders im Fokus russischer und ukrainischer Investoren.

Die hohe Investorennachfrage spiegelt sich auch in der Renditenentwicklung. Von 32 Märkten lässt sich nach Aussage von Catella lediglich an einem eine steigende Rendite feststellen (Oulu/Finnland). 14 Standorte sind stagnativ, an 17 seien fallende Renditen zu beobachten.

Die Mietentwicklung befinde sich weiterhin an vielen Standorten in Europa im Aufwärtstrend. Insgesamt 14 Städte weisen demnach steigende Spitzenmieten auf, an 17 Standorten zeige sich das Niveau konstant. Lediglich an einem Standort sei ein Absinken der Spitzenmiete zu verzeichnen (Jyväskylä/Finnland).

Hohe Nachfrage setzt sich 2015 fort

Nach Einschätzung von Catella wird sich die Marktdynamik auch in den kommenden zwölf Monaten fortsetzen. Obwohl Marktbeobachter im Laufe des Jahres 2015 mit Zinserhöhungen rechnen, werde der massive Kapitalzufluss in die Immobilienmärkte zunächst nicht abebben. (bk)

Foto: Shutterstock

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

MLP: Gesamterlöse steigen deutlich

Trotz der erwarteten negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf einzelne Geschäftsfelder konnte die MLP Gruppe ihren Wachstumstrend der vergangenen Quartale fortsetzen und hat die Gesamterlöse im ersten Halbjahr 2020 um 9 Prozent auf den Höchstwert von 359,0 Mio. Euro gesteigert.

mehr ...

Immobilien

ZIA begrüßt e-Wertpapiere, will aber mehr

Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, bewertet den kürzlich vorgelegten Gesetzentwurf zur Ein­füh­rung von elek­tro­ni­schen Wert­pa­pie­ren als einen “Meilenstein auf dem Weg hin zum digitalen Kapitalmarkt”. Doch der Verband hofft auf einen weiteren Schritt.

mehr ...

Investmentfonds

ifo Institut: Firmen erwarten normale Geschäftslage erst in 11 Monaten

Die deutschen Unternehmen erwarten erst in durchschnittlich 11,0 Monaten eine Normalisierung ihrer eigenen Geschäftslage. Das ist das Ergebnis der aktuellen ifo Konjunkturumfrage vom Juli.

mehr ...

Berater

Insolvenzen: Das dicke Ende kommt mit Sicherheit

Die durch die Corona-Pandemie verursachten Wachstumseinbrüche im 2.Quartal waren ohne Zweifel dramatisch. Allerdings zeigt sich in den Konjunkturdaten sowie in den nunmehr akribisch verfolgten täglichen und wöchentlichen Echtzeitindikatoren, dass die meisten Länder den Weg aus der Talsohle bereits im Mai wieder eingeschlagen haben. Also alles wieder gut? Ein Kommentar von Stefan Schneider vom Deutsche Bank Research Management.

mehr ...

Sachwertanlagen

Fondsbörse sieht Zweitmarkt “zwischen Corona-Sorgen und Optimismus”

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG verzeichnete im Juli-Handel im Vergleich zu den Vorjahren eine leicht unterdurchschnittliche Handelstätigkeit bei etwas ermäßigten Kursen. Jedoch zeichne sich im Vergleich zu den Corona-geprägten Vormonaten eine leichte Erholung ab.

mehr ...

Recht

Banken profitieren von steigender Zinsmarge bei Wohnimmobilienkrediten

Wo sich noch ein freies Grundstück (in Ballungszentren) findet, wird gebaut und die eigenen vier Wände gelten als sicherer Rückzugsort – insbesondere für das eigene Geld. Von dieser Entwicklung profitieren insbesondere Banken bzw. Baufinanzierer.

mehr ...