12. Juli 2017, 15:35
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Wohninvestment-Index AWI gibt leicht nach

Der Aengevelt-Wohninvestment-Index AWI gibt nach den Ergebnissen der Frühjahrbefragung etwas nach und zeigt damit eine leicht abgeschwächte Dynamik am Markt an. Trotzdem sei mit weiteren Mietsteigerungen in allen Lagen zu rechnen.

Wohnhaeuser in Wohninvestment-Index AWI gibt leicht nach

Den stärksten Rückgang der Indexwerte verzeichnen laut Aengevelt die guten Lagen.

Nach dem Rekordwert im Herbst 2016 (Herbstbefragung 2016: 77,1 Pkt.) habe der AWI nun leicht auf 76,1 Punkten nachgegeben, verbleibe aber auf sehr hohem Niveau. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Frühjahrsbefragung.

Dabei vollzog sich diese Entwicklung laut Aengevelt über alle Wohnlagen, allerdings mit unterschiedlichen Ausprägungen.

Am geringsten sank der Wert in einfachen Lagen: um 0,4 Punkte von 74,1 (Herbst 2016) auf 73,7 Punkte, gefolgt von den mittleren Lagen mit minus 0,7 Punkten auf 78,6 (Herbst 2016: 79,3).

Stärkster Rückgang in guten Lagen

Den stärksten Rückgang verzeichnen laut Aengevelt die guten Lagen. Dort ging der Wert um 3,2 Punkte auf 73,5 zurück (Herbst 2016: 76,7) und liege damit erstmals unter dem Wert in den einfachen Lagen.

Ungeachtet der unterschiedlichen Entwicklungen zeige der AWI unverändert in allen Lagen klar einen Vermieter-/Eigentümermarkt mit überdurchschnittlichem Miet- und Kaufpreisniveau an (Marktgleichgewicht: 40 bis 60 Punkte).

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Einfache Lagen holen auf

Besonders beachtenswert sei der Wert des AWI in den einfachen Lagen: Befand sich dieser noch im Frühjahr 2015 mit 59,7 Punkten im Marktgleichgewicht, bewege er sich mittlerweile auf dem Niveau der mittleren und guten Lagen.

„Die Attraktivität einfacher Lagen ist unter anderem als eine Reaktion auf die aktuelle Zuwanderung zu sehen, durch die kurz- und mittelfristig der Bedarf an Mietwohnungen vor allem in einfachen Lagen rasant gestiegen ist“, erläutert Michael Fenderl, Leiter Aengevelt-Research. „Die Bautätigkeit in Deutschland ist zwar gestiegen, doch liegen die Neubaufertigstellungen immer noch deutlich unter dem 20-Jahres-Durchschnitt. Weiteres Problem: Der Wohnungsneubau insbesondere in den Wachstumskernen findet schwerpunktmäßig in den gehobenen Miet- und Kaufpreissegmenten statt. Entsprechend besteht in der Regel weiterhin eine Wohnungsknappheit vor allem im mietpreisgünstigen Bereich. Hier wird sich die Situation weiter verschärfen.“

Weitere Mietsteigerungen zu erwarten

Vor diesem Hintergrund erwartet Fenderl gerade in einfachen Lagen ein stärker anziehendes Mietpreisniveau. Das bestätigten auch die Befragungs­ergebnisse hinsichtlich der Mietpreisentwicklung: Mit einem Rückgang der Mieten rechneten lediglich 0,2 Prozent der Befragten (Herbst 2016: ein Prozent).

Von einer weiter zunehmenden Mietpreisentwicklung würden dagegen 73 Prozent der Befragten ausgehen (Herbst 2016: 69 Prozent). In einfachen Lagen sei der Anteil derer, die von einer zunehmenden Mietpreisentwicklung ausgehen, weiter auf 75 Prozent gestiegen (Herbst 2016: 69 Prozent).

In mittleren Lagen sei der Wert innerhalb eines halben Jahres auf hohem Niveau konstant geblieben (79 Prozent). Auch in guten Lagen sei der Anteil mit 64 Prozent weiter gestiegen (Herbst 2016: 61 Prozent). Dort sei trotz inzwischen hoher Preise offenbar noch kein Ende der Mietpreisspirale zu erkennen. (bk)

Foto: Shutterstock

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