14. Februar 2017, 11:27
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Branchenstudie: Mietanstieg in größten Städten bald zu Ende

In den größten deutschen Städten ist nach einer Branchenstudie ein Ende des jahrelangen Mietanstiegs in Sicht. Der Zuzug in diese Städte lasse nach, zugleich gebe es dort viele neue Wohnungen. Dies könnte auch die Preise sinken lassen.

Branchenstudie: Mietanstieg in größten Städten bald zu Ende

Der Studie zufolge ist unter anderem in München nicht mehr mit steigenden Neuvertragsmieten zu rechnen.

Gerade in Berlin und München sei nicht mehr mit steigenden Neuvertragsmieten zu rechnen, möglicherweise auch in Hamburg, heißt es im Frühjahrsgutachten 2017 des Rates der Immobilienweisen, das der Zentrale Immobilienausschuss am Dienstag in Berlin an die Bundesregierung übergab.

Der Zuzug in diese Städte lasse nach, zugleich gebe es dort viele neue Wohnungen. Der “Schwarm” junger Zuzügler dränge inzwischen in Städte wie Leipzig, Rostock, Erlangen und Regensburg.

In den sieben größten deutschen Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart stiegen der Studie zufolge die Mieten schon im vergangenen Jahr nicht mehr so stark. Bundesweit habe sich der Anstieg der Neuvertragsmieten in Deutschland mit 2,6 Prozent im letzten Jahr etwas abgeschwächt, bleibe aber positiv. Im Vorjahreszeitraum hatte das Plus noch bei 3,4 Prozent gelegen.

Preisübertreibung in den Top 7 hat weiter zugenommen

Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen stiegen mit 8,4 Prozent im bundesdeutschen Mittel etwas stärker an als noch im Vorjahr (7,7 Prozent). In den Top-7-Städten habe sich der Preisanstieg allerdings verlangsamt. Mit Werten zwischen neun und zwölf Prozent sei er deutlich geringer ausgefallen als im Vorjahr, als noch Anstiege von meist zwischen zehn und 20 Prozent beobachtet werden konnten. Trotzdem habe die Preisübertreibung in den Top-7-Städten weiter zugenommen.

Städte wie Berlin, München und Hamburg kennzeichneten sich zudem durch eine Veränderung der Zuwanderungsstruktur. „Der Wanderungsgewinn, den die drei Städte bislang dank des Schwarmverhaltens mit den anderen Regionen Deutschlands erzielen konnten, ist rückläufig – und dies nicht nur weil die Suburbanisierung zugenommen hätte, sondern weil die Fernzuwanderung zurückgegangen ist. Es sieht alles danach aus, dass der Schwarm weiterzieht – in günstigere Städte“, sagt Professor Dr. Harald Simons von Empirica.

Trendbruch: In Metropolen könnten Eigentumswohnungen billiger werden

Die Autoren erwarten, dass in Berlin, Hamburg, München und Frankfurt demnächst möglicherweise Eigentumswohnungen billiger werden.

„Als Ergebnis einer rückläufigen Zuwanderung und eines steigenden Angebotes rechnen wir in Berlin und München und möglicherweise auch in Hamburg zukünftig nicht mit weiter steigenden Neuvertragsmieten“, meint Simons. Die aktuellen Kaufpreise ließen sich aber, trotz der niedrigen Zinsen, nur mit weiter steigenden Mieterträgen rechtfertigen. Schon eine Stagnation der Mieten werde daher auf die Kaufpreise zurückwirken. „Nach unserem Dafürhalten ist in Berlin sicherlich, in München wahrscheinlich und in Hamburg und Frankfurt möglicherweise mit einem Trendbruch bei den Kaufpreisen zu rechnen.“

(dpa-AFX / bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

GKV: Die besten Krankenkassen im Ranking

Bei der Wahl der richtigen Krankenkasse entscheiden für viele Kunden nicht allein die Konditionen, sondern auch Leistung und Service über eine langfristige Bindung. Wie zufrieden sind die Versicherten aktuell mit den gesetzlichen Krankenversicherern?

mehr ...

Immobilien

Baubranche: Boom setzt sich fort – Genehmigungen stagnieren

Im deutschen Bauhauptgewerbe geht die gute Konjunktur weiter. Trotz eines leichten Rückgangs im Vergleich zum Januar registrierten die Betriebe im Februar den höchsten jemals gemessenen Neuauftragswert für diesen Monat.

mehr ...

Investmentfonds

EY: Dax-Konzerne verdienen insgesamt weniger

Die Konjunkturabkühlung hinterlässt Spuren in den Bilanzen der deutschen Börsenschwergewichte. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY.

mehr ...

Berater

DWS: Deutsche Bank offen für Fusion mit Rivalen

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing steht einem Zusammenschluss der Fondstochter DWS mit einem Konkurrenten offen gegenüber. Das teilte er am Freitag in einer Telefonkonferenz mit Analysten mit.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin untersagt Direktinvestments in Paraguay

Die Finanzaufsicht BaFin hat drei Angebote von Vermögensanlagen in Deutschland über den Kauf, die Pflege sowie die Verwertung von Edelholzbäumen untersagt. Anbieter ist die NoblewoodGroup.

mehr ...

Recht

WhatsApp-Party-Einladung kann teuer werden

Bereits zum zweiten Mal hatte ein Jugendlicher per WhatsApp zu einer großen Grillparty aufgerufen. Leider spielte die Polizei da nicht mit und unterband die Veranstaltung auf einem Grillplatz im Landkreis Heilbronn. Zudem kündigte die Beamten an, den finanziellen Aufwand für ihren aufwändigen Einsatz dieses Mal in Rechnung zu stellen. Für die Eltern dürfte der Spaß teuer werden, denn die Privathaftpflicht zahlt nicht.

mehr ...