19. Juli 2017, 18:12
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Niedrigzinsen und boomender Immobilienmarkt fördern Kreditvergabe

In der Eurozone ist die Nachfrage nach Bankkrediten im Frühjahr weiter gestiegen. Der Zuwachs habe sich im zweiten Quartal bei Unternehmenskrediten sowie bei Immobilien- und Verbraucherkrediten gezeigt, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) nach einer Umfrage unter Banken mit.

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Die stärkere Kreditnachfrage sei generell durch die extrem niedrigen Zinsen zu erklären, hieß es. Bei der gestiegenen Nachfrage nach Unternehmenskrediten im zweiten Quartal hätten außerdem jüngste Entwicklungen im Bereich der Firmenübernahmen eine wichtige Rolle gespielt, teilte die EZB weiter mit.

Bei der Nachfrage nach Immobilienkrediten hätten erneut die guten Aussichten für weite Teile des Immobilienmarktes gestützt.

Bedingungen für Kreditvergabe gelockert

Zeitgleich zur steigenden Nachfrage seien die Bedingungen der Geschäftsbanken für die Kreditvergabe weiter gelockert worden, teilte die EZB mit. Sowohl Unternehmen, als auch private Haushalte hätten in den Monaten April bis Juni von einem leichteren Zugang zu Bankkrediten profitiert.

In der vorangegangenen Umfrage hatten sich die Banken bei der Frage der Kreditbedingungen für das zweite Quartal noch eher zurückhaltend gezeigt.

Konkurrenzkampf der Geldhäuser

Laut der aktuellen Umfrage gab es mehrere Gründe für die Lockerung der Kreditstandards im Frühjahr. Für die Kreditvergabe an Firmen sei demnach der Konkurrenzkampf der Geldhäuser untereinander weiterhin der bestimmende Faktor gewesen. Für das dritte Quartal gehen die befragten Banken davon aus, dass sich die Bedingungen der Kreditvergabe weiter lockern werden.

Die Ergebnisse basieren auf dem “Bank Lending Survey”. Das ist eine vierteljährliche Umfrage der EZB unter Banken im gemeinsamen Währungsraum. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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