Wohnimmobilien München: Rasante Preisentwicklung bei Grundstücken

Der aktuelle Marktbericht von Aigner Immobilien zum Müchener Wohnimmobilienmarkt bringt einen detaillierten Überblick über die einzelnen Preisentwicklungen von Eigentumswohnungen, Häusern, Grundstücken sowie mehrgeschossigen Wohn- und Geschäftshäusern und registriert einen Umsatzrückgang.

Wohnimmobilienmarkt München: Weniger Umsatz, hohes Preiswachstum bei Grundstücken

Umsatzrückgang hat statistische Gründe: 2017 wurden auf dem Münchner Immobilienmarkt zwölf Milliarden Euro umgesetzt, und damit deutlich weniger als 2016. Bedingt ist dieser Rückgang durch die merklich geringere Zahl von Verkäufen großer Bürokomplexe. Allerdings haben sich einige Verkäufe lediglich um wenige Wochen verschoben und fanden in den ersten Wochen dieses Jahres statt. Somit handelt es sich eher um einen statistischen Irrtum.

Hohe Preisdynamik bei Grundstücken

Rasante Preisentwicklung bei Grundstücken: 778 unbebaute Grundstücke wurden im Berichtszeitraum verkauft, ein starkes Umsatzplus von sieben Prozent gegenüber 2016. Der Geldumsatz ist bei diesen Grundstücken mit einem Plus von 42 Prozent auf 2,55 Milliarden Euro überproportional gestiegen. Seit 1995 hat sich der Geldumsatz in diesem Segment vervierfacht.

Stark gestiegene Preise auf dem Wohnungsmarkt: 2017 ging die Anzahl der Verkäufe auf dem Münchner Wohnungsmarkt wegen zu geringem Angebot und damit einhergehenden hohen Preisen spürbar zurück (neun Prozent weniger als 2016). In Euro gemessen, sanken die Umsätze allerdings nur um fünf Prozent auf rund 4,45 Milliarden Euro; dies spricht weiterhin für die stark gestiegenen Preise in diesem Bereich. Der Bericht basiert auf den Zahlen des Jahresberichts 2017 vom Gutachterausschuss München und den Auswertungen der Marktforschungsabteilung von Aigner Immobilien.

„Teure Wohnungen auf teurem Grund“

„18 Millionen Euro für ein Einfamilienhaus, 130 Millionen Euro für ein Grundstück – diese Extremwerte bei Verkäufen in 2017 zeigen, in welche Richtung sich der Münchner Markt wohl entwickeln wird“, sagt Thomas Aigner, Inhaber und Geschäftsführer von Aigner Immobilien und Mitglied des Gutachterausschusses. „Auf teurem Grund entstehen vor allem teure Wohnungen. Damit München keine Stadt der Millionäre wird, müssen unbedingt kreative Lösungen wie Nachverdichtungen, Aufstockungen und die Schaffung von mehr urbanen Gebieten her, in denen Gewerbe und Wohnen gemeinsam stattfindet. Einzelne Maßnahmen in München alleine werden aber – ohne Einbeziehung des Umlands von München – die Zuzugsproblematik und den damit verbundenen Mangel an Wohnraum nicht wirklich lindern können.“ (fm)

Foto: Shutterstock

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