Altersgerecht Wohnen: Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Heute leben 90 Prozent der über 65-Jährigen in Wohnungen, die nicht altersgerecht sind. Eine stressfreie Alternative zur Modernisierung kann der Eigentumserwerb in einer betreuten Wohnanlage sein. Service und Pflege lassen sich einfach dazubuchen.

Barrierefrei leben im Alter? Betreutes Wohnen ist eine Option

Allerorten fehlt es schon jetzt an altersgerechten Wohnungen. 2030 wird jeder Dritte Deutsche über 65 Jahre alt sein. Aus dem lieb gewordenen Altbau auszuziehen und auf betreutes Wohnen zu setzen, kann eine gute Idee sein.

Zehn Prozent Aufpreis

„Der Kauf einer Immobilie für betreutes Wohnen funktioniert genauso wie ein konventioneller Erwerb“, erklärt Iris Laduch von der BHW Bausparkasse. Die Preise bewegen sich laut Verbraucherzentralen zumeist rund zehn Prozent über den örtlichen Vergleichspreisen. Dafür ist die Ausführung seniorengerecht und ein Aufzug vorhanden.

„Nehmen Sie das Apartment und die angebotenen Dienstleistungen auf jeden Fall persönlich in Augenschein und achten Sie auf Prüfsiegel“, empfiehlt die BHW Expertin. Auch bei einem solchen Kauf schlagen die Nebenkosten mit rund zehn Prozent zu Buche.

Durchblick im Markt

Der Markt reicht von barrierefreien Wohnungen mit Hausmeisterdienst bis zu hotelartigen Anlagen mit Sauna und anderen Annehmlichkeiten. Beim Service-Wohnen kauft man eine Wohnung und zahlt eine Pauschale für Grundleistungen, wie Notruf, Hausmeisterdienst und regelmäßig präsente Betreuungskraft, von circa 60 bis 150 Euro im Monat. Pflegeleistungen kommen wahlweise hinzu.

„Welche Wohnqualität sie genau benötigen, sollten sich Erwerber frühzeitig klarmachen“, rät Laduch. Wichtig: Für Demenzkranke oder schwer Pflegebedürftige ist betreutes Wohnen nicht geeignet.

 

Foto: WavebreakMediaMicro,103394775, AdobeStock/BHW Bausparkasse

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