20. Februar 2019, 11:02
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F+B Mietspiegelindex: Durchschnittsmieten steigen erneut

Die Mieten für Deutschlands Immobilien steigen. Die ortsüblichen Vergleichsmieten sind in 2018 um 2,2 Prozent zum Vorjahr angestiegen. Das zeigt der Mietspiegelindex der F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH aus Hamburg.

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Restaurierte Altbauwohnungen zur Miete, hier in Berlin, gelten vemehrt im Osten Deutschlands als beliebt.

Auch die Verbreitung der erstellten Mietspiegel innerhalb der Bundesrepublik wurden von der Forschungseinrichtung genauer unter die Lupe genommen. Deutlich wurde hierbei, dass besonders Gemeinden mit einer Einwohnerzahl ab 10.000 beginnen, derartige Analysen zu erstellen. Besonders die deutschen Metropole haben hier mit 93 Prozent die Nase vorn, aber auch Großstädte mit einer Einwohnerzahl ab 100.000 liegen mit 89 Prozent nur knapp dahinter. Bremen bleibt weiterhin die einzige deutsche Metropole, die sich von der Erstellung eines Mietspiegels distanziert.

Deutsche Metropolen: Hier sind die Mieten am höchsten

Die teuerste Großstadt auch für Mieter ist nach wie vor München. Die Münchner zahlen durchschnittlich 10,45 Euro pro Quadratmeter Nettokaltmiete für ihre Wohnungen und liegen damit um 51 % über den 6,92 Euro pro Quadratmeter, die in den Mietspiegelstädten insgesamt im Schnitt gezahlt werden“, erläutert Dr. Bernd Leutner, Geschäftsführer von F+B. Dennoch wird München ab nun von seinem Nachbarort Karlsfeld als teuerste Kommune überholt: Hier liegt die Nettokaltmiete bei 10,62 Euro pro Quadratmeter. Ebenfalls fällt auf, dass auch Städte im Münchener Umland, wie beispielsweise Dachau, hohe Quadratmeterpreise aufweisen. Dies liegt dem Problem des Wohnraummangels zugrunde, da allein die Metropolen die Nachfrage nach zusätzlichem Wohnraum nicht mehr bedienen können und die Bevölkerung immer mehr den Entschluss fasst, sich im Umland niederzulassen. Hierzu tragen auch politische Diskussionsthemen wie eine erhöhte Flüchtlingswelle bei und sorgen für eine allgemeine Steigerung des Mietniveaus.

Wohnen in den neuen Bundesländern und Berlin

Auch im Osten Deutschlands ist eine Zunahme der Nachfrage nach Wohnraum zu erkennen. Dennoch halten sich die Mieten in Großstädten wie Jena oder Erfurt vergleichsweise niedrig beziehungsweise auf dem bundesweiten Durchschnitt von 6,92 Euro pro Quadratmeter. Weitere Städte innerhalb des neuen Bundesländer ordnen sich sogar weitestgehend unter dem Durchschnitt ein, Dresden liegt hier bei 5,90 Euro pro Quadratmeter.

Auch Berlin bildet, vermutlich entgegen aller Erwartungen, eine Ausnahme. Das Wohnen in Mietobjekten ist hier, verglichen mit anderen Metropolen Deutschlandweit, günstig. Bestandswohnungen in westlichen Stadtteilen Berlins zeigen sich mit einem Quadratmeter Preis von 7,08 Euro allerdings etwas teurer, als solche in Berlins östlichem Teil, welche bei einem Durchschnittsquadratmeterpreis von 6,40 Euro liegen. Bei diesem Ergebnis gibt Leutner allerdings Grund zum Bedenken, da sich in der Bundeshauptstadt eine enorme Spannbreite an Mieten angesammelt habe und somit den Durchschnittswert nicht getreu wiedergäbe.

Deutschlandweit zeigt sich wieder das bekannte Muster: Je neuer eine Wohnung, desto höher ihre Miete“, schließt der F+B Geschäftsführer. Auch sei ein klarer Trend zu steigenden Mieten der modernisierten Altbauwohnungen, klar erkennbar im Osten, zu verzeichnen, fügt Leutner hinzu.(el)

Foto: Shutterstock

 

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