Noch teurer als im Münchner Stadtgebiet: Wer ins Umland zieht zahlt das Doppelte

Ein eigenes Haus direkt in München ist für viele Kaufwillige unerschwinglich. Sie weichen deshalb vermehrt ins Umland oder auf Nachbarstädte aus und nehmen tägliche Pendelstrecken in die Innenstadt in Kauf. Doch auch rund um die bayerische Landeshauptstadt sind die Kaufpreise auf sehr hohem Niveau. In einigen Gemeinden liegt dieses sogar deutlich über den 1.120.000 Euro, die für ein Haus in München im Mittel verlangt werden. Das zeigt eine Analyse von immowelt.de, für die die Kaufpreise in und um München untersucht wurden.

In Gräfelfing, das 30 Minuten westlich vor München liegt, kosten Einfamilienhäuser im Mittel 1.695.000 Euro, das sind 51 Prozent mehr als im Stadtgebiet. Gräfelfing zählt zu den noblen Münchener Vororten mit teils exklusiven Villengegenden. Auch Hohenbrunn hat diesen Status mittlerweile erreicht und die Münchener Kaufpreise überholt. Die meist freistehenden, repräsentativen Häuser kosten dort im Mittel 1.190.000 Euro.

Seit 2013 sind die Kaufpreise dort um 86 Prozent gestiegen – vor 5 Jahren lagen sie noch deutlich unter dem damaligen Münchener Niveau von 750.000 Euro. Der Preisanstieg liegt vor allem an der bevorzugten Vorstadtlage Hohenbrunns und der guten Verkehrsanbindung in die Innenstadt.

München-Umland: Sparpotenzial im Norden

Dennoch können Kaufwillige im Münchener Umland auch sparen. Wer näher an München wohnen möchte, sollte sich allerdings genau umsehen. Denn die Kaufpreise schwanken innerhalb der kürzeren Pendelzonen teilweise stark. Der Süden und die Gemeinden hin zur westlich vor München gelegene Urlaubsregion Fünf-Seen-Land sind grundsätzlich teurer als der nördliche Umkreis.

Neben Gräfelfing finden sich dort hochpreisige Gemeinden wie Grünwald (42 Prozent teurer als München) und Starnberg (11 Prozent teurer als München). Im Norden können Kaufwillige sogar schon ab einer Pendeldauer von 30 Minuten viel Geld beim Hauskauf sparen. In Neufahrn bei Freising kosten Einfamilienhäuser im Median 690.000 Euro, das sind 38 Prozent weniger als innerhalb Münchens.

40-Minuten-Zone: Teure Urlaubsregion – günstiger Norden

Wer sich in Freising niederlassen möchte, kann ebenso viel sparen – muss aber 40 Minuten Fahrzeit nach München einkalkulieren. Dass Arbeitnehmer dies gerne in Kauf nehmen, zeigen die steigenden Pendlerzahlen. Seit 2013 fahren 21 Prozent mehr Arbeitnehmer von Freising nach München. Die meisten Arbeitnehmer pendeln aber von Dachau nach München – dort sind Häuser noch 30 Prozent günstiger als in der Landeshauptstadt.

 

Seite 2: Im Norden locken die günstigen Preise mit bis zu 60 Prozent Ersparnis

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