Anzeige
3. März 2006, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Derivate Forum fordert Ehren-Kodex

In seiner konstituierenden Sitzung fordert das ?Strategic Board? des Derivate Forums einen verantwortungsvollen Umgang der Marktteilnehmer mit dem Vertrauen der Anleger und regt eine Selbstregulierung der Branche durch einen Derivate-Kodex an. Von den Regulierungsbehörden fordert das Strategic Board faire und einfache steuerliche Rahmenbedingungen sowie den Export deutscher Regulierung nach Europa. Das Strategic Board besteht aus sieben Mitgliedern der Geschäftsleitung der im Derivate Forum organisierten führenden Emittenten von derivativen Wertpapieren.

?Die wachsende wirtschaftliche Bedeutung für den Finanzplatz Deutschland, die erheblichen Exportpotenziale und die Schaffung attraktiver zukunftsorientierter Arbeitsplätze in Deutschland erfordern ein verantwortungsvolles Vorgehen hinsichtlich fiskalischer und marktpolitischer Aspekte?, unterstrich Heinz Hilgert, Mitglied des Vorstandes/Investment Banking & Treasury der DZ Bank, im Anschluss an seine Wahl zum Vorsitzenden und Sprecher des Strategic Board. ?Der deutsche Retail-Derivatemarkt ist mit aktuell 85 Milliarden Euro Anlagevolumen und einem jährlichen Wachstum von rund 40 Prozent ein Wachstumsmotor erster Güte. Dies zeigt die Statistik des Derivate Forums, die sich inzwischen zum Branchenstandard entwickelt hat.?

Schon jetzt ist die Zertifikate-Branche ein bedeutender Teil der Finanzindustrie: So wurden durch die Strukturierung, die Emission und den Vertrieb derivativer Wertpapiere 2.000 Arbeitsplätze mittelbar und unmittelbar geschaffen bzw. gesichert. Das aktuelle Steueraufkommen der Branche beläuft sich nach Schätzung des Derivate Forums auf rund eine Milliarde Euro. Zudem seien die deutschen Emittenten derivativer Wertpapiere international erfolgreich: Sie exportierten ihre Produktinnovationen nach Italien, Österreich, Tschechien, Frankreich, Portugal, in die Schweiz und nach Hongkong. Sie spielten häufig eine führende Rolle auf den dortigen Märkten, die noch enormes Potenzial böten.

Die Emittenten fordert das Strategic Board zum verantwortungsvollen Umgang mit dem Vertrauen der Anleger auf. Insbesondere sollten die Anstrengungen für Transparenz und Verständlichkeit verstärkt werden. Dem Privatanleger und seinen Beratern solle die Navigation im Markt erleichtert werden. ?Sinnvoll wäre ein Derivate-Kodex in dem die ?best practices? der Industrie verankert werden?, erläutert Heinz Hilgert.

Für das Entstehen eines grenzüberschreitenden Derivatemarktes sieht das Strategic Board die Notwendigkeit, attraktive und vor allem faire steuerliche Rahmenbedingungen in Europa zu schaffen. ?Wir brauchen den Wettbewerb der Ideen und nicht den Wettbewerb der Regularien?, waren sich die Vertreter des Strategic Board einig. Eine Vereinheitlichung der Regulierung in Europa sollte sich daher an Deutschland orientieren, da hier nachweislich eine Win-Win-Situation für Anleger und Emittenten geschaffen werden konnte. Dabei fungiert das Derivate Forum als Brückenbauer zwischen Emittenten und Anlegern und etabliert sich so als die zentrale Interessenvertretung der Branche.

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Hannover Rück erwartet 2018 größeren Ergebnissprung

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück will nach einer absehbaren Gewinndelle 2017 im kommenden Jahr wieder höher hinaus. “Es ist unwahrscheinlich, dass wir 2017 den Gewinn je Aktie steigern”, sagte Vorstandschef Ulrich Wallin am Donnerstag und verwies auf die absehbar hohen Schäden durch Wirbelstürme und Erdbeben.

mehr ...

Immobilien

Anstieg der Immobilienpreise im Norden und Osten verlangsamt

Die Wohnimmobilienpreise steigen weiter. In einigen Märkten zeichnet sich aber bereits ab, dass die Geschwindigkeit, mit der die Preise wachsen, abnimmt. Der Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise Region Nord/Ost hat die Wohnimmobilienmärkte in Dresden, Hamburg, Hannover und Berlin untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

LSE-Chef Xavier Rolet verlässt Londoner Börse

Die London Stock Exchange (LSE) verliert Ende 2018 ihren Vorstandsvorsitzenden Xavier Rolet. Der Franzose wollte das Unternehmen bereits nach der gescheiterten Fusion mit der Deutschen Börse verlassen. Rolet schaffte es, den Wert der LSE während seiner Amtszeit zu vervielfachen.

mehr ...

Berater

Company Builder “Finconomy” startet in München

Finconomy ist ein Company Builder für Fin- und Insurtechs, der sich auf B2B-Geschäftsmodelle konzentriert. Das neue Unternehmen hat bereits drei Fintechs gegründet, die sich am Markt etablieren konnten. Bereits Anfang 2018 soll eine weitere Neugründung erfolgen.

mehr ...

Sachwertanlagen

ZBI schließt Fonds 10 und bringt Nachfolger

Die ZBI Fondsmanagement AG aus Erlangen hat den im vergangenen Jahr aufgelegten ZBI Professional 10 nach Ablauf der Zeichnungsfrist Ende September mit einem beachtlichen Volumen geschlossen und nahtlos den Nachfolger in die Platzierung geschickt.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...