Anzeige
26. Juni 2008, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Umbrellafonds: Allokation undurchsichtig

International vertriebene Umbrellafonds unterscheiden sich stark hinsichtlich der Transparenz ihrer Unterfonds. Das hat das ?Information Rating? des Analysehauses Fonds Advice, Köln, herausgefunden.

Insgesamt wurden 30 Umbrellafonds aus den Ländern Luxemburg, Irland, Großbritannien, Belgien, Dänemark und Liechtenstein daraufhin untersucht, wie transparent sie in ihre 1.052 Unterfonds investieren. Verteilt wurden Noten von Eins bis Vier. Zudem gibt es die Bewertung ?kein Rating?, wenn ein untersuchter Fonds kein einziges der Mindestkriterien vorweist. Die Analyse ist anhand verfügbarer Informationen aus Fondsdokumenten wie Verkaufsprospekten, Satzungen, Reglements, Jahres- und Halbjahresberichten, Factsheets sowie Internetseiten der Fondsgesellschaften erfolgt.

Die von den Researchern definierten Mindestanforderungen an Transparenz erfüllen lediglich 30 Prozent der bewerteten Anbieter bei allen Unterfonds. 20 Prozent weisen zumindest bei einigen ihrer Unterfonds eine ausreichende Transparenz auf, während über die Hälfte diesem Anspruch überhaupt nicht gerecht wird. Eine wirklich durchsichtige Allokation über sämtliche Unterfonds hinweg hat Fonds Advice lediglich bei zehn Prozent der untersuchten Umbrellafonds festgestellt. Dabei handelt es sich um die Produkte “DWS Invest Sicav” aus Luxemburg, “Threadneedle Funds ICVC” aus Großbritannien und “Jyske Invest International” aus Dänemark. Es waren die einzigen drei untersuchten Fonds, die mit dem ?Information Rating 2-” bewertet wurden, alle anderen schnitten schlechter ab.

Als Hauptursache für die durchwachsenen Bewertungen nennt das Analysehaus den Verzicht vieler Anbieter, diverse Informationen in den Jahresberichten zu nennen. Die Gesellschaften beschränkten sich nur auf das unbedingt Notwendige. Auch fehlende Übersetzungen in andere Sprachen werden bemängelt.

Umbrellafonds haben ihren Ursprung in Großbritannien und sind ähnlich wie die in Deutschland verbreiteten Dachfonds konzipiert. Allerdings mit dem Unterschied, dass der Anleger die Auswahl der entsprechenden Unter- beziehungsweise Zielfonds selber vornimmt, also maßgeblich Einfluss auf das aktive Management nehmen kann. In Deutschland darf dieser Fondstyp nach dem Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAAG) nicht aufgelegt werden. (hb)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Hannover Rück erwartet 2018 größeren Ergebnissprung

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück will nach einer absehbaren Gewinndelle 2017 im kommenden Jahr wieder höher hinaus. “Es ist unwahrscheinlich, dass wir 2017 den Gewinn je Aktie steigern”, sagte Vorstandschef Ulrich Wallin am Donnerstag und verwies auf die absehbar hohen Schäden durch Wirbelstürme und Erdbeben.

mehr ...

Immobilien

Anstieg der Immobilienpreise im Norden und Osten verlangsamt

Die Wohnimmobilienpreise steigen weiter. In einigen Märkten zeichnet sich aber bereits ab, dass die Geschwindigkeit, mit der die Preise wachsen, abnimmt. Der Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise Region Nord/Ost hat die Wohnimmobilienmärkte in Dresden, Hamburg, Hannover und Berlin untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

LSE-Chef Xavier Rolet verlässt Londoner Börse

Die London Stock Exchange (LSE) verliert Ende 2018 ihren Vorstandsvorsitzenden Xavier Rolet. Der Franzose wollte das Unternehmen bereits nach der gescheiterten Fusion mit der Deutschen Börse verlassen. Rolet schaffte es, den Wert der LSE während seiner Amtszeit zu vervielfachen.

mehr ...

Berater

Company Builder “Finconomy” startet in München

Finconomy ist ein Company Builder für Fin- und Insurtechs, der sich auf B2B-Geschäftsmodelle konzentriert. Das neue Unternehmen hat bereits drei Fintechs gegründet, die sich am Markt etablieren konnten. Bereits Anfang 2018 soll eine weitere Neugründung erfolgen.

mehr ...

Sachwertanlagen

ZBI schließt Fonds 10 und bringt Nachfolger

Die ZBI Fondsmanagement AG aus Erlangen hat den im vergangenen Jahr aufgelegten ZBI Professional 10 nach Ablauf der Zeichnungsfrist Ende September mit einem beachtlichen Volumen geschlossen und nahtlos den Nachfolger in die Platzierung geschickt.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...