ING IM: Chinas Aufstieg ungebrochen

ING Investment Management ist zufrieden mit dem Reich der Mitte. „Die ungebrochenen Bemühungen der chinesischen Regierung, den Heimatmarkt anzukurbeln, tragen ihre Früchte und werden auch im Jahresverlauf weiter deutliche Wirkung zeigen“, sagt Michael Chiu, Asien-Spezialist beim globalen Asset Manager der ING-Gruppe mit Deutschland-Sitz in Frankfurt.

Der Fondsmanager des Aktienportfolios ING (L) Invest Greater China geht davon aus, „dass die chinesische Ökonomie sich angetrieben von Konjunkturmaßnahmen wie dem Stimulus-Programm in Höhe von vier Trillionen Yuan, circa 600 Milliarden US-Dollar, auch den Rest des Jahres weiter erholen wird.“

Die jüngsten Zahlen sprächen dafür, so Chiu: „Die chinesische Wirtschaftsleistung hat im zweiten Quartal 2009 um 7,9 Prozent zugelegt und damit sogar den deutlichen Anstieg des annualisierten Wachstums von 6,1 Prozent im ersten Quartal 2009 übertroffen.“ Damit werde Chinas Wirtschaft auch in Zukunft stark wachsen, während die großen Volkswirtschaften der westlichen Welt schrumpfen.

„Probleme wie Desinflation und Schuldenabbau, mit denen sich die Industrienationen herumschlagen, sind für die Schwellenländer kein Thema. Vielmehr gehört China neben Indien aufgrund seines riesigen Binnenmarktes zu den Hoffnungsträgern für künftiges Wirtschaftswachstum“, sagt der Asien-Experte.

Handyboom hält an

Chiu setzt derzeit wegen ihrer hohen Dividendenerträge vor allem auf defensive Sektoren. Hohe Wachstumsaussichten sieht er neben Finanzen und IT auf dem Telekommunikationssektor. Zu seinen Top-Positionen zählt das Mobiltelefonunternehmen China Mobile Ltd., der Marktführer unter den chinesischen Mobilfunkanbietern.

„Die Sparte für mobiles Telefonieren wächst in China noch immer rasant. Heute hat durchschnittlich jeder fünfte Chinese ein Handy, jeden Monat unterschreiben rund fünf Millionen einen neuen Mobilfunkvertrag.“ Im Reich der Mitte gelte ein Mobiltelefon als modisches Accessoire, dementsprechend hoch seien die Anforderungen an trendiges Design. „Modelle werden häufig gewechselt, und das, obwohl es in China bislang noch keine subventionierten Endgeräte gibt“, weiß Chiu. (mr)

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