Investmentbarometer: Schlechte Stimmung hält weiter an

Die Stimmung unter den deutschen Privatanlegern hat sich im Dezember weiter verschlechtert, so die Ergebnisse des aktuellen Investmentbarometers, einer Umfrage der Fondsgesellschaft JP Morgan, Frankfurt. Mit 22,2 Prozent glaubte zum Jahreswechsel nicht einmal ein Viertel der Befragten, dass sich der deutsche Leitindex Dax in den nächsten sechs Monaten positiv entwickeln wird ? das entspricht einem ein Rückgang um 6,3 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat November.

?Dies ist der niedrigste Optimismus-Wert, den wir jemals gemessen haben?, sagt Jean Guido Servais, JPM-Marketing Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei JPM.

Parallel zu dieser Entwicklung nahm der Anteil der Börsen-Skeptiker um 4,2 Punkte zu und liegt nun bei 46,2 Prozent ? damit allerdings immer noch deutlich unter dem Höchstwert vom Oktober 2008, als er auf fast 53 Prozent kletterte.

Trotz der pessimistischen Erwartungen bleibt die Bereitschaft für weitere Investitionen seit mehreren Monaten auf stabilem – allerdings niedrigem – Niveau. Sie liegt mit 36,2 Prozent dennoch deutlich höher, als die Quote von 22,2 Prozent Börsen-Optimisten annnehmen ließe. ?Dieser Trend legt die Vermutung nahe, dass einige Anleger trotz des gesunkenen Börsenvertrauens noch kurz vor der Einführung der Abgeltungssteuer eine langfristige strategische Depotausrichtung planten?, erklärt Servais.

Investmentfonds verdrängen Sparbücher

Bei den bevorzugten Investments konnten Investmentfonds mit einem Plus von 4,8 Prozentpunkten zum Jahresende zulegen und belegen mit 15 Prozent nun wieder die Spitzenposition als beliebtestes zukünftiges Anlageinstrument. Die konservative Anlageform des klassischen Sparbuchs stieg erneut um 1,5 Punkte auf 12,9 Prozent und liegt damit auf Rang Zwei. Tagesgeldkonten fielen dagegen in der Anlegergunst um 1,7 Punkte zurück rangieren damit mit 12,1 Prozent an dritter Stelle.

Mit der von den Marktforschern der GfK erstellten Studie werden monatlich die aktuellen Markteinschätzungen und Investitionsabsichten der deutschen Privatanleger ermittelt. Die repräsentative Befragung fand zuletzt vom 28. November bis 12. Dezember 2008 statt. (hb)

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