Anzeige
23. August 2010, 15:53
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

„Asiatische Börsen schneiden besser ab“

Dr. Peter Fischer, Vorstand der Gamax Management AG, über die Highlights im Portfolio seines von Jan Ehrhardt gemanagten Asienfonds und die glänzenden Aussichten in Fernost.

 in „Asiatische Börsen schneiden besser ab“

Cash.: Welche Regionen haben Sie im Visier?

Fischer: Die wichtigste Anlageregion des Gamax Maxi Fonds Asien International ist China, gefolgt von Südkorea und Malaysia. Ebenso ist der Fonds, wenngleich in etwas geringerer Gewichtung, in ausgewählte Titel aus Australien, Japan, Singapur, Taiwan und Indonesien investiert. In Bezug auf die Branchen werden generell Unternehmen favorisiert, die von der aufstrebenden Binnenkonjunktur in China und anderen asiatischen Staaten profitieren. Titel aus dem Konsumbereich, sowohl zyklischer wie auch nicht-zyklischer Konsum, sind derzeit ein elementarer Bestandteil des Fondsvermögens. Auch ausgewählte Werte aus dem Immobilien- und Finanzsektor sowie aus den Bereichen Telekommunikation, Pharma und Technologie finden sich im Anlageportfolio wieder.

Cash.: Welche Gesellschaften sind dabei besonders aussichtsreich?

Fischer: Unsere größten Positionen sind derzeit der Mobilfunkanbieter Axiata Group, die Immobilientitel Hopewell Holding und Great Eagle, der chinesische Vitamin- und Medikamentenhersteller China Pharmaceutical und der Finanzwert Ara Asset Management. Eine herausragende Performance zeigten bereits Axiata Group und Ara Asset Management, welche sich seit Jahresanfang in lokaler Währung um 43 Prozent beziehungsweise 57 Prozent verteuerten und somit einen erfreulichen Beitrag zur Performance des Fonds lieferten. Die meisten asiatischen Märkte notieren im bisherigen Jahresverlauf in Lokalwährung im negativen Bereich. Mit am besten haben sich in 2010 bisher die indonesische und die thailändische Börse entwickelt, enttäuschend hingegen ist die Wertentwicklung des japanischen und chinesischen Aktienmarktes.

Cash.: Warum berücksichtigen Sie überhaupt Japan im Portfolio?

Fischer: Japan ist führende Industrienation Asiens, hat aber zuletzt seinen Platz als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt an China verloren. Einige japanische Unternehmen gelten als hochinnovativ und zählen auf Ihren Gebieten zu den Weltmarktführern. Wenn das Marktumfeld für Produkte dieser Gesellschaften günstig ist und zudem auch die fundamentalanalytischen Bewertungen der entsprechenden Titel überzeugen können, werden diese auch konsequenterweise in den Kreis möglicher Portfoliokandidaten aufgenommen. Generell aber ist die Anlageregion Japan im Gamax Asien untergewichtet, da das Land unter einem großen strukturellen Anpassungsdruck steht, um im Wettbewerb mit den aufstrebenden asiatischen Nachbarstaaten mitzuhalten. Derzeit leidet die exportorientierte japanische Volkswirtschaft zudem unter dem starken Yen.

Cash.: Wie eng ist die japanische Wirtschaft mit den asiatischen Schwellenländern verknüpft?

Fischer: In den letzten Jahren hat sich vor allem die Bedeutung Chinas für Japan erhöht. 2009 gingen 54 Prozent der japanischen Exporte nach Asien (ohne Vorder- und Zentralasien), davon 19 Prozent allein nach China. Bei den 2009er Importen Japans betrug der Anteil Asiens an den Gesamtimporten 45 Prozent und derjenige Chinas 22 Prozent. China hat sich damit 2009 an die erste Stelle der japanischen Handelspartner geschoben.

Wie sich das Reich der Mitte künftig entwickelt und was das für seinen Aktienmarkt bedeutet, lesen Sie auf Seite 2.

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

bAV-Reform vor allem für Niedrigverdiener attraktiv

Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) sieht in der Einigung der Koalitionsfraktionen auf eine Stärkung der Betriebsrente vor allen Dingen Vorteile für Niedrigverdiener sowie kleine und mittlere Unternehmen.

mehr ...

Immobilien

Bank of America stößt Vonovia ab

Aktien von Vonovia sind nicht mehr Teil des Portfolios der Bank of America, wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht. Zuvor war die Bank einer der größten Aktionäre des Immobilienunternehmens.

mehr ...

Investmentfonds

BNP Paribas bündelt Privatkunden- und institutionelles Geschäft

Unter der Marke BNP Paribas Asset Management (BNPP AM) führt der Assetmanager der BNP Paribas Gruppe ab dem 1. Juni 2017 seine Investmentlösungen für institutionelle und private Investoren zusammen.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Prospekthaftung: BaFin gibt Entwarnung – ein wenig

Die BaFin hat gegenüber Cash. zu einem BGH-Urteil Stellung genommen, das einen von ihr geprüften Fondsprospekt mit deutlichen Worten kassiert hatte und damit auch Fragen zur Rechtssicherheit aktueller Emissionen aufwirft.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...