Mehr Nachhaltigkeit: Robeco mistet Portfolios aus

Die niederländische Fondsgesellschaft Robeco will künftig noch stärker umweltorientierte, soziale und mit guter Unternehmensführung in Zusammenhang stehende Faktoren berücksichtigen. Das Unternehmen hat Ausschlusskriterien definiert, um beim Anlageprozess die sogenannten ESG-Faktoren Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance) einzuhalten.

cleanupAb sofort schließt Robeco beispielsweise Unternehmen aus, die internationale Abkommen zum Handel und zur Herstellung mit – beziehungsweise von – umstrittenen Waffen wie Streumunition und Anti-Personen-Minen (Schützenminen) ignorieren. Die Namen dieser Firmen seien auf der Robeco-Website zu finden, teilt das Unternehmen mit.

Zudem wolle sich der Asset Manager künftig noch stärker bei den Unternehmen einmischen, an denen er Aktien hält. Man habe, so Robeco, bereits seit einigen Jahren auf Hauptversammlungen in aktiver Weise von seinem Stimmrecht Gebrauch gemacht und mit Gesellschaften, in die investiert wurde, einen Dialog über die Verbesserung ihres Geschäftsgebarens geführt. Diese Aktivitäten sollen jetzt ausgebaut werden.

Die Robeco-Fondsmanager werden von der Tochtergesellschaft SAM mit unternehmensbezogenen ESG-Daten versorgt, die sie bei ihren Anlageentscheidungen verwenden. SAM ist seit mehr als zehn Jahren auf Nachhaltigkeitsanalysen von Unternehmen spezialisiert. (hb)

Foto: Shutterstock

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