12. Juli 2010, 12:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Privatanleger: Der Risikoappetit kehrt nur langsam zurück

Die Privatanleger in Deutschland erholen sich langsam vom Schock der Finanzkrise und tasten sich wieder an riskantere Investments heran. Garantie und Sicherheit bleiben jedoch wichtig. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Direktbank Cortal Consors.

Bulle-b R-topteaser in Privatanleger: Der Risikoappetit kehrt nur langsam zurück

Knapp zwei Jahre nach dem Fall der ehemaligen US-Investmentbank Lehman Brothers ist die Verunsicherung noch deutlich spürbar. Zugleich wächst aber auch das Vertrauen der Kunden langsam wieder, so das Fazit der Studie „Vermögensbarometer“. Die BNP-Paribas-Tochter Cortal Consors hat im Rahmen der Analyse 50 hauseigene Finanzberater zu den Anlagetrends im Publikumsmarkt befragt.

Als Anlageformen werden inzwischen neben Festgeld auch Aktien, Rohstoffe und Zertifikate wieder häufiger nachgefragt. Doch die Finanz- und die damit einhergehende Vertrauenskrise hat bei den Kunden Spuren hinterlassen.  So ist die Transparenz bei der Beratung noch entscheidender geworden. 37 Prozent der Befragten bestätigen, dass ihre Kunden seit Ausbruch der Krise aktiv nach Transparenz fragen. Damit ist die Offenheit in Sachen Risiken und Gebühren von Produkten zum wichtigsten Faktor für den Kunden geworden.

Jeder zweite Kunde ist nach Aussagen der Cortal-Consors-Berater immer noch verunsichert. Diese anhaltende Skepsis macht sich vor allem im Anlageverhalten bemerkbar. So bleiben sichere Anlagen, wie etwa Festgeld mit 53 Prozent, die am häufigsten nachgefragten Anlageformen. Dass der Schock so lange nachwirkt, halten ebenfalls fast 50 Prozent der Berater angesichts der Größe der Verwerfungen für nachvollziehbar. Dagegen denkt nur jeder 13. Befragte, dass die Krise nun vorbei ist und in den Köpfen der Anleger keine große Rolle mehr spielt.

Dennoch zeigen sich im aktuellen Vermögensbarometer auch positive Signale. So bestätigt immerhin fast jeder zweite Berater, dass das Vertrauen der Kunden langsam aber sicher zurückkehrt. Der Risikoappetit der Anleger steigt wieder – und damit einhergehend die Anzahl der georderten Aktien, Anleihen und Derivate. Inzwischen gibt ein Drittel der Berater an, dass die Kunden auch wieder auf risikobehaftete Anlageformen setzen. (hb)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bestnote: DFSI vergibt Triple-A an WWK

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) zeichnet die WWK Lebensversicherung in seiner aktuellen Studie zur Unternehmensqualität als einzigen Lebensversicherer mit der Bestnote AAA (Exzellent) aus. Bewertet wurden die Kriterien Substanzkraft, Produktqualität und Service. Die WWK konnte in allen drei Bereichen überzeugen und wurde damit erneut als führendes Unternehmen in der Branche ausgezeichnet.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Wasserstoff-Durchbruch in Sicht?

Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, zeichneten sich im Bereich der Wasserstoff-Technologie zuletzt zahlreiche Fortschritte ab. Wird Wasserstoff jetzt auch für PKWs nutzbar?

mehr ...

Berater

Garantieverpflichtungen: Bei 24 Lebensversicherern reicht es nicht (mehr)

Bei 24 von 82 Lebensversicherern reichten die 2019 erwirtschafteten Erträge aus der Kapitalanlage nicht aus, um die Garantieverpflichtungen zu erfüllen und die gesetzlich vorgeschriebene Reserve zu bedienen. Das zeigt die aktuelle Analyse des Zweitmarkthändlers Policen Direkt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...