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7. November 2011, 10:55
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Charlemagne Capital favorisiert die Türkei

Die Türkei ist derzeit die aussichtsreichste Investmentregion innerhalb der europäischen Emerging Markets. Zu diesem Schluss kommt die britische Fondsgesellschaft Charlemagne Capital.

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“Diese Entwicklung kommt jedoch nicht von ungefähr, sondern ist vielmehr der Lohn eines erfolgreichen Wirtschafts- und Reformprozesses der letzten Dekade”, sagen die Researcher des Hauses. Dabei profitiere die Türkei von den demografischen Rahmenbedingungen, sowohl im Hinblick auf die Bevölkerungsstruktur, als auch aufgrund der geografischen Lage. Die Türkei bilde das Bindeglied zwischen Europa und dem Mittleren Osten und verfüge über einen Altersdurchschnitt von aktuell rund 28 Jahren, somit deutlich jünger als der Durchschnitt der westlichen Industrienationen mit knapp über 40 Jahren.

Weiter heißt es: “Ebenfalls kann das 70 Millionen Einwohner zählende Land ein jährliches Wachstum um rund eine Million Menschen vorweisen, eine ebenfalls konträre Entwicklung gegenüber vielen Developed Markets. Diese junge, dynamische und stetig wachsende Bevölkerung steht exemplarisch für den Wandel und die Perspektiven der Türkei. Die türkische Wirtschaft boomt trotz Finanz- und Schuldenkrise, Anzeichen einer negativen Grundstimmung können nicht ausgemacht werden. Dies spiegelt sich auch im Index für das Verbrauchervertrauen wider, welcher in den letzten rund drei Jahren sukzessive gestiegen ist.”

Neue Arbeitsplätze entstehen

Ein Grund für die positive Stimmung im Land sei auch die Tatsache, dass immer mehr Menschen in Arbeit kommen und durch steigende Einkommen und wachsendem Wohlstand den wichtigen Wachstumsmotor Binnenkonsum nachhaltig unterstützen können. Der Türkei sei es gelungen, in den letzten Jahren rund drei Millionen neue Arbeitsstellen zu kreieren, von denen weite Teile der Bevölkerung nachhaltig profitieren werden, so Charlemagne.

Auch dass die Türkei bis zum Jahre 2017 ein durchschnittliches BIP-Wachstum von rund 6,5 Prozent erzielen kann, halten die Briten für außergewöhnlich. Diese Prognosen lassen auch eine weitere Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwarten: “Türkische Unternehmen verfügen schon heute über starke Bilanzen, insbesondere ist die Situation deutlich besser im Vergleich zu Ende 2008, aber auch der Verschuldungsgrad im Privatsektor ist auf einem sehr niedrigen Niveau. Zusätzlich lässt sich die Verschuldungsthematik auf der makroökonomischen Seite beurteilen. Die Türkei konnte in der letzten Dekade ihre BIP-Verschuldung kontinuierlich verringern, für 2011 erwarten wir einen Wert von 37 Prozent, für das kommende Jahr sogar 33 Prozent.”

Charlemagne geht auch davon aus, dass die Ratings für türkische Anleihen weiter angehoben werden. Der einzige Wehmutstropfen für die Türkei sei derzeit im bestehenden Außenhandelsdefizit zu sehen, welches aktuell bei rund zehn Prozent des BIPs liegt. Jedoch hat die im Juni bei den Parlamentswahlen bestätigte AKP-Regierung rund um Recip Erdogan bereits Maßnahmen verkündet, sich diesem Defizit anzunehmen und eine Senkung im nächsten Jahr auf acht Prozent zu erreichen.

Zum Aktienmarkt sagen die Analysten: “Die Liquidität, insbesondere im Small- und Mid-Cap-Bereich, hat sich deutlich verbessert, ebenso Transparenz und Corporate Governance allgemein erreichen immer mehr westliche Standards. Bereits im September konnte die Türkei sich autark von den weltweiten Leitindizes entwickeln und einen Zuwachs von rund zehn Prozent verzeichnen (Dax minus fünf Prozent, Dow Jones minus sechs Prozent). Anhand dieser Zahlen wird deutlich, welches Potenzial türkische Investments bieten. Wir erwarten trotz kurzfristiger Unsicherheiten im Hinblick auf das Außenhandelsdefizit und den Folgen der globalen Wirtschaftskrise aufgrund der Vielzahl von positiven Rahmenbedingungen und Fakten auch weiterhin ein nachhaltiges Wachstum der Türkei und somit auch für den türkischen Aktienmarkt. Nach den Kurskorrekturen der letzten Monate bieten sich aufgrund der historisch betrachtet niedrigen Bewertungen derzeit interessante Einstiegschancen.” (mr)

Foto: Shutterstock

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1 Kommentar

  1. Kommt und lasst uns die nächste Blase aufbauen..für China merkts bisher noch kaum einer…Türkei könnte kommt thematisch ganz gelegen…am besten wir fangen mit viiielen Krediten für die Immobilienwirtschaft an…

    Kommentar von Investrater — 7. November 2011 @ 18:15

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